Missverstandene Religionsfreiheit

11 Juli 2017 by

Religionsfreiheit ist ein umstrittener Begriff. In manchen Ländern hat sie weitreichende Gültigkeit und ist gesetzlich oder verfassungsrechtlich garantiert; manch einer weiß mit dem Begriff möglicherweise nichts anzufangen, da er sich ein Leben ohne seine Religion nicht vorstellen mag.

1.: In Deutschland ist die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses gemäß GG Artikel 4 Satz 1 unverletzlich.

2.: Darüberhinaus wird die ungestörte Religionsausübung gemäß GG Artikel 4 Satz 2 gewährleistet.

Zum Verständnis dieser beiden Sätze und Sachverhalte ein paar Worte:

Zu 1.: Ich unterscheide zwischen

  • dem Glauben;
  • dem öffentlichen Bekenntnis zu diesem Glauben;
  • dem Zurschaustellen des Bekenntnisses durch Zeigen von Symbolen;
  • dem Ausführen von Handlungen im Rahmen der Religionsausübung.
  • Die Freiheit des Glaubens ist selbstverständlich in jedem Fall unverletzlich, da das Glauben in unseren Köpfen stattfindet, und es anderen Menschen gar nicht möglich ist, zu wissen, was jemand glaubt, solange er sich dazu nicht äußert. Man kann es sich z.B. daheim auf dem Sofa bequem machen und etwas glauben, ohne dass andere davon etwas erfahren.

    Die Unverletzlichkeit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses ist zwar lt. GG Artikel 4 Satz 1 gegeben. Dies schließt jedoch nicht in jedem Fall aus, dass jemandem wegen seines (religiösen oder) weltanschaulichen Bekenntnisses Nachteile entstehen können.

    Nehmen wir an, ein Jurist, z.B. ein Richter in Deutschland am Verfassungsgericht, bekennt sich öffentlich dazu, dass er glaubt, dass es den Holocaust, jenen staatlich organisierten Massenmord während des Dritten Reiches, nicht gegeben hätte. Ob dieser Jurist / Richter am Verfassungsgericht tragbar ist, sei dahingestellt. M.E. ist er es nicht, auch wenn er selbstverständlich glauben darf, was er will. Er würde nach meinem Verständnis die weltanschauliche Neutralität des Gerichts diskreditieren.

    Würde dieser Richter sein weltanschauliches Bekenntnis dadurch untermauern und zum Ausdruck bringen, dass er in hochglanzpolierten Springerstiefeln mit weißen Schnürsenkeln zum Dienst erscheint oder während einer Gerichtsverhandlung in solchem Schuhwerk auftritt, wäre er in seinem Amt wahrscheinlich untragbar. Gleiches gilt, wenn er z.B. mit einem Roten Stern mit Hammer und Sichel am Revers als Richter an einer Gerichtsverhandlung teilnehmen wollte. Durch das Zeigen solcher Symbole würde er aus meiner Sicht die weltanschauliche Neutralität des Gerichts sowie das dem Gericht entgegengebrachte Vertrauen in dessen Unabhängigkeit untergraben.

    Im Übrigen gibt es für einige Berufe eine Anzugsordnung.

    Würde dieser Richter über sein bloßes Bekenntnis hinaus leugnen, dass es den Holcaust während des Dritten Reiches gegeben hat, würde er sich in Deutschland und in mehreren anderen Ländern strafbar machen.

    Zu 2.: Ungestörte oder uneingeschränkte Religionsausübung

    Das Recht der ungestörten Religionsausübung bezieht sich nach meinem Verständnis darauf, religiöse oder religiös begleitete Veranstaltungen oder Riten ohne Störung von außen abhalten zu dürfen, also z.B.

  • Initiationsriten wie Taufe
  • Gottesdienst
  • Beichte
  • Gebet
  • Prozession
  • Begräbnis
  • solange während dieser keine Straftaten begangen oder zu Begehung von Straftaten aufgefordert wird.

    Das Begehen von Straftaten als religiösem oder religiös deklariertem Ritus ist m.E. durch die Gewährleistung dieses Grundrechts nicht gedeckt — im Gegenteil. Sollten Exekutivorgane davon Kenntnis erlangen, werden sie in einem solchen Fall die Religionsausübung vermutlich nicht nur stören, sondern unterbinden.

    Nach meinem Verständnis sind also weder die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses noch die ungestörte Religionsausübung — vulgo Religionsfreiheit — grenzenlos.

    Die Zulässigkeit der Beschneidung des männlichen Kindes gemäß BGB § 1631d, also des Zufügens einer irreversiblen Körperverletzung, ist nach meiner Einschätzung einer gesellschaftspolitischen Abwägung geschuldet.

    __ ~ ~ ~ __

    Zuweilen wird in Deutschland, aber auch in anderen Ländern, darüber debattiert und gestritten, ob das Tragen religöser Symbole z.B. in Gerichtssälen erlaubt sein soll oder nicht.
    Insbesondere geht es in diesen Debatten und Rechtsstreitigkeiten darum, ob es einer Frau in staatlicher Funktion erlaubt sein soll, z.B. während einer Gerichtsverhandlung, an der sie als Rechtsreferendarin teilnimmt, ein Kopftuch als Ausdruck ihrer Religionszugehörigkeit bzw. ihres religiösen Bekenntnisses zu tragen.

    Argumentiert wird in solchen Fällen u.a., dass man einen Menschen, der seine Religionszugehörigkeit oder sein religiöses Bekenntnis nicht symbolisch zur Schau stellen darf, zum Berufsverbot verurteilt.

    Nicht nur, dass manch einer, der in einem solchen Fall unter Hinweis auf die Religionsfreiheit von „Berufsverbot“ schreibt oder spricht, Partei für ein despotisches System ergreift in dem es keine Religionsfreiheit gibt, für ein System, dessen „religiöse“ Gesetze und Vorschriften häufig mit den in unserer Verfassung garantierten Grundrechten sowie mit mehreren Menschenrechten kollidieren, und in dem auf Apostasie auch heutzutage noch die Todesstrafe steht, die in Deutschland gemäß GG Artikel 102 verfassungswidrig ist (ungeachtet, in welchen Ländern Urteile aufgrund dieses „religiösen“ Gesetzes gesprochen oder vollstreckt werden: es ist gültiges islamisches Gesetz). Er verkennt auch, dass von einem Berufsverbot gar nicht die Rede sein kann — denn jemand, der seine Religionszugehörigkeit durch das Zeigen von Symbolen zur Schau stellen möchte, droht in Deutschland kein Berufsverbot von staatlicher Seite. Lediglich das Zurschaustellen der Religionszugehörigkeit oder des religiösen Bekenntnisses mittels eines Symbols wird während der Berufsausübung untersagt, aber nicht die Berufsausübung als solche. Zumal dieses Zurschaustellen für die Berufsausübung nicht erforderlich ist und mit dieser in keinem sachlichen Zusammenhang steht. Im Gegenteil würde dadurch in diesem konkreten Fall die weltanschauliche Neutralität des Gerichts sowie das dem Gericht entgegengebrachte Vertrauen in dessen Unabhängigkeit untergraben.

    Auch die Religionsfreiheit — siehe oben, sowie den GG Artikel 140 — wird dadurch nicht versagt, dass in etlichen Berufen während der Berufsausübung — Stichwort Anzugsordnung — ein bestimmter Dresscode vorgeschrieben sein kann. Dies betrifft nicht nur Richter oder Rechtsreferendarinnen, sondern z.B. auch Polizeibeamte, Soldaten, Feuerwehrleute, Bedienstete in Krankenhäusern wie z.B. Chirurgen und einige mehr, die während der Berufsausübung ihre Individualität zugunsten einer Gruppe oder eines Verbandes zurückstecken müssen.
    Es ist nach meinem Verständnis umgekehrt so, dass jemand, der (als Demonstration eines Machtanspruchs?) darauf beharrt, seine Religionszugehörigkeit bzw. sein religiöses Bekenntnis durch das Zeigen von Symbolen überall und jederzeit herauszustellen, sich selbst u.U. ausgrenzt — sich selbst diskriminiert — und sich ggf. selbst von der Berufsausübung ausschließt, wenn er auf das Zeigen dieser Symbole nicht verzichten will.

    Es steht jedem frei, die tatsächlichen oder vermeintlichen Gesetze seiner Religion im privaten Bereich zu beachten und zu befolgen. Diese Gesetze jenseits des privaten Bereichs über die Gesetze des Staates zu stellen — und damit den Staat womöglich untergraben zu wollen —, ist durch die Religionsfreiheit nicht legitimiert.

    __ ~ ~ ~ __

    Abschließend eine Anmerkung, auch wenn diese falsch verstanden werden könnte:

    Ob in Europa bislang — mit Verweis auf die Religionsfreiheit — jemals eine Forderung erhoben wurde, während einer Gerichtsverhandlung eines der fünf täglichen islamischen Pflichtgebete sprechen zu dürfen, inclusive Ausrollen eines Gebetsteppichs im Gerichtssaal und vielleicht sogar bewaffnet, wie es der Koran in Sure 4 Vers 102 „vorschlägt“, ist nicht überliefert.

    _____

    Ergänzend:

  • Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts:
    Eilantrag gegen Kopftuchverbot für Referendarinnen …
  • sowie

  • Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts:
    Verfahren über die Verfassungsbeschwerde
  • Unvereinbarkeit islamischer Gesetze und Vorschriften
    mit den Grundrechten gemäß Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland anhand von vier Beispielen

  • Bild oben:
    Ausriss aus dem Titelblatt der „Short Declaration of the Mystery of Iniquity“ (Eine kurze Erklärung des Geheimnisses der Ungerechtigkeit), einer Forderung nach Religionsfreiheit aus dem 17. Jhdt. von Thomas Helwys.

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    Ramadan — Zeit der Heuchelei ?

    4 Juni 2017 by

    _____ Religiöse Werte _____


    In vielen Religionen gibt es eine Fastenzeit, die der Besinnung auf religiöse Werte dienen soll. Allerdings sind wir Menschen nicht immer ganz perfekt, und so kann es vorkommen, dass Religionen manchmal ein wenig — menschlich, allzu menschlich — zweckentfremdet werden und von Heuchelei zu reden nicht ganz abwegig erscheint. Wir Menschen neigen nunmal dazu, unser Fehlverhalten zu rationalisieren, um uns wenigstens uns selbst gegenüber den Anschein von Lauterkeit zu verleihen.

    In einem Beitrag zum Ramadan des Jahres 2017 in der FAZ schreibt Aylin Güler am 2. Juni 2017 im zweiten Absatz:

    Aber auch moralische Sünden, wie Beleidigungen und Lügen dürfen in dieser Zeit nicht begangen werden.

    Ah, nicht in dieser Zeit …
    Aber wie schaut es außerhalb dieser Zeit aus?
    Ist es dann erlaubt?
    Wir erfahren es leider nicht.

    Aylin Güler fährt fort:

    Wann findet Ramadan statt?

    2017 dauert der Ramadan vom 27. Mai bis zum Ramadanfest am 24. Juni. Muslime, die in Skandinavien am Polarkreis leben, wo im Sommer die Sonne praktisch nie untergeht, halten sich an die Zeiten im saudi-arabischen Mekka oder der Türkei.

    Dass der Ramadan für Muslime in der Nähe des Polarkreises in manchen Jahren zu einem existenziellen Problem werden kann, haben wir bereits in einem Aufsatz erfahren, der im Jahr 2006 erschienen ist. Dort ist im Kapitel 3 [Die fünf (eigentlich sechs) Säulen des Islams] in Unterpunkt 4. [Das Fasten während des Ramadans — Saum] zu lesen:

    Der Ramadan kann in jede Jahreszeit fallen, da der islamische Kalender nicht dem neuzeitlichen, logischen Sonnenjahr folgt, sondern dem Mondjahr.
    Wie sich der Ramadan für einen Moslem gestaltet, der z.B. in Island oder auf Spitzbergen im Norden von Norwegen lebt, oder der z.B. als Wissenschaftler in der Antarktis tätig ist, sollte von islamischen Gelehrten erklärt werden; denn wenn der Ramadan in die Zeit des Sommers der Nordhalbkugel fällt, ist es dort mehrere Wochen lang „Tag“. Die Sonne geht dort dann nicht unter, und ein Moslem, ob Isländer, Norweger, Same, Türke, Araber oder Deutscher  … kann dort über diesen Zeitraum bei natürlichem Licht jederzeit „einen weißen von einem schwarzen Faden unterscheiden“. Dann aber kann das Fasten während des Ramadans z.B. in Island oder auf Spitzbergen oder anderswo im Hohen Norden oder Süden für Muslime zu einem existenziellen Problem werden.

    Warum sich Muslime, die „am Polarkreis“ leben, gemäß der Beschreibung von Aylin Güler (FAZ) während des Ramadans „an die Zeiten im saudi-arabischen Mekka oder der Türkei“ halten, wird leider nicht näher erläutert. Warum gilt dies nicht auch für Muslime, die z.B. nördlich oder südlich des 50sten Breitengrades leben? Ihnen könnte doch viel Ungemach erspart bleiben!

    Müssen alle Muslime fasten?

    Im Koran lesen wir zum Ramadan:

    Der Monat Ramadan ist es, in dem der Qur’an als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klarer Beweis der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also von euch in dem Monat zugegen ist, der soll in ihm fasten. Und wer krank ist oder sich auf einer Reise befindet, soll eine Anzahl anderer Tage (fasten) – Allah will es euch leicht, Er will es euch nicht schwer machen – damit ihr die Frist vollendet und Allah rühmt, daß Er euch geleitet hat. Vielleicht werdet ihr dankbar sein. [2:185]

    Haben wir im FAZ-Beitrag von Aylin Güler oben erfahren, dass sich „die 29- oder 30-tägige Fastenzeit immer um zehn bis elf Tage pro Jahr“ [wegen des Jahreslaufs der Erde um die Sonne] verschiebt (siehe Screenshot 2: „Wann findet Ramadan statt?“), der Ramadan also über einen Zeitraum von mehr als einer Dekade durch das ganze Jahr wandert, so heißt es im Koran ([2:185]), dass der Koran im Ramadan — also während einer nur 29- oder 30-tägigen Periode — herabgesandt worden sei.
    Die medinesische Sure 2 „Die Kuh“ (Al-Baqara) ist chronologisch die Nummer 91, also geraume Zeit vor Abschluss der 23-jährigen Entstehungszeit des Korans entstanden.
    Stimmig erscheint uns dies nicht.

    Nachdenklich macht uns, dass zur Teilnahme am Fasten während des Ramadans nur angehalten wird, wer „von euch in dem Monat zugegen ist“ [2:185].
    „Zugegen“ wo? In Saudi-Arabien, in Mekka, in Medina, in oder auch außerhalb einer Moschee — oder auch woanders?
    Und was ist zu erwarten, falls jemand — entgegen dem Schlusssatz aus [2:185] („Vielleicht werdet ihr dankbar sein.„) — nicht dankbar ist?

    Alles in allem erweckt die Geschichte rund um den Ramadan bei uns den Eindruck, dass sie unausgegoren ist.

    + + +

    P.S.:

    Im Koran ist an 15 Stellen vom Nachdenken die Rede, recht eindringlich in der mekkanischen Sure „An-Nahl“ (Die Bienen) in diesem Vers …

    (Wir entsandten sie) mit den deutlichen Zeichen und mit den Büchern; und zu dir haben Wir die Ermahnung herabgesandt, auf daß du den Menschen erklärest, was ihnen herabgesandt wurde, und auf daß sie nachdenken mögen. [16:44]

    … sowie in der medinesischen Sure „Muhammad“ (Mohammed) in Vers 24:

    Wollen sie also nicht über den Qur’an nachdenken, oder ist es (so), daß ihre Herzen verschlossen sind? [47:24]

    Wir wollten es nicht unversucht lassen …

    Den vollständigen Beitrag von Aylin Güler mit dem Titel „Wie erkläre ich’s meinem Kind? Was Muslime im Ramadan machen“ finden Sie hier.

    ~ ~ ~

    Den Beitrag habe ich von der Website von PI-München übernommen.
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    Das Verhängnisvolle eines „letzten Propheten“

    25 Mai 2017 by

    Vom Stillstand
    gesellschaftlicher und rechtlicher
    Entwicklung

    Religionen sind nicht nur Glaubensgerüste für Metaphysisches oder Esoterisches, sie haben immer auch eine gesellschaftliche Funktion. Sie können das Zusammengehörigkeitsgefühl in sozialen Verbänden von der Familie über die Dorfgemeinschaft bis hin zum Staat stärken, sie setzen Regeln für das Zusammenleben — setzen also Recht — engen dabei jedoch die Freiheiten des einzelnen ein.

    In einem freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat gibt es ebenfalls Gesetze, die Regeln für das Zusammenleben setzen. Dort werden jedoch auch Freiheitsrechte für jeden gewährleistet (garantiert), die Religionen nichtmal gewähren — von gewährleisten ganz zu schweigen.

    In frühen Gesellschaften, die nicht über Organisationsstrukturen verfügten wie wir sie heute kennen, traten bisweilen einzelne Leute auf, die sich als Propheten ausgaben und damit eine gewisse Autorität entweder beanspruchten oder zuerkannt bekamen.

    Vereinzelt gibt es dies zwar auch heutzutage noch, doch werden solche „Propheten“ nun meist schnell als Scharlatane entlarvt (siehe die Sekten-Checkliste) denen es vordringlich oder ausschließlich um persönliche Macht und um Geld geht; sie verschwinden in der Bedeutungslosigkeit, und ihre Anhängerschar verliert sich nach wenigen Jahren oder Jahrzehnten, löst sich auf.

    Die Propheten konnten in frühen Gesellschaften z.B. Moral predigen, aus der sich gesellschaftliche Normen und Gesetze entwickelten, die auch nach Jahrhunderten oder Jahrtausenden noch Gültigkeit haben oder als Vorlage für spätere Gesetze dienten. Das „Auge für Auge“ (welches häufig leider als „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ fehlinterpretiert wird) ist ein bekanntes positives Beispiel hierfür, wendet es sich doch gegen die Todesstrafe und gegen Rache.

    Allerdings entwickeln und verändern sich Gesellschaften, die wissenschaftlichen Erkenntnisse und technischen Geräte und sonstigen Grundlagen für das Zusammenleben von Menschen, entwickelt und verändert sich das Recht.

    War es bis vor wenigen Jahrhunderten in Europa noch möglich, jemanden aufgrund bloßer Diffamierung — aufgrund konstruierter „Beweise“ — als „Hexe“ anzuklagen, zu verurteilen und auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen, so ist dies heute ausgeschlossen.

    Ist es heute in manchen Ländern noch möglich, dass jemandem aufgrund eines „religiösen“ Gesetzes die Hand abgeschnitten wird (Koran Sure 5 Vers 38), dass Ehebrecher ausgepeitscht werden (Sure 24 Vers 2), oder dass Frauen gegenüber Männern nur eingschränkte bzw. verminderte Rechte haben (Sure 2 Vers 282, Sure 4 Vers 11, Sure 4 Vers 34) und dass Religionsfreiheit dort unter Androhung der Todesstrafe nicht gewährt wird, so hat sich dies andernorts — bisweilen nur sehr zögerlich — geändert.

    __ * __

    Vor ca. 1400 Jahren trat auf der Arabischen Halbinsel ein Mann auf, von dem behauptet wird, er sei „der letzte Prophet“, das „Siegel der Propheten“ und „der Gesandte Allahs“ gewesen.
    Diesem wird nicht nur eine Macht zuerkannt die von anderen Menschen nicht übertroffen werden kann, ihm wird auch eine Rechtsetzungs- und Deutungshoheit zugebilligt, die endgültig sein soll.

    Damit wäre jedoch jeglicher Weiterentwicklung ein unüberwindliches Hindernis in den Weg gestellt, an dem Gesellschaften und Staaten scheitern müssen. Denn die Welt um sie herum, die diesen „letzten Propheten“ nicht akzeptiert, entwickelt sich weiter, zieht weiter, beteiligt sich nicht am Stillstand.

    Verlierer sind — entgegen dem, was der Koran den Gläubigen z.B. in Sure 23 Vers 1 und Vers 117, in Sure 28 Vers 67 und einigen weiteren an Erfolg verheißt (oder vorgaukelt) — jene, die an dem Glauben an ihren „letzten Propheten“ und „Gesandten Allahs“ unerbittlich festhalten, seine Macht, seine Rechtsetzungs- und seine Deutungshoheit nicht infrage zu stellen wagen. Sie tragen unfreiwillig dazu bei, dass jener Mann von der Arabischen Halbinsel vielleicht tatsächlich der „letzte Prophet“ gewesen sein wird, dass er als Scharlatan anerkannt und sein despotisches, rechtsreaktionäres System überwunden und durch einen freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat ersetzt wird, in dem nicht ein einzelner über das Schicksal ganzer Völker entscheidet, sondern in dem die Menschen ihre Geschicke selbst in die Hand nehmen und Aufgaben aus Vernunft delegieren statt sich bevormunden oder entrechten zu lassen.

    _____
    Bild oben: Endlosschleife

    das_verhaengnisvolle

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    Frust, Selbsthass, Terrorismus

    8 April 2017 by

    Terror als Ausdruck von Hilflosigkeit

    In den vergangenen Wochen, Monaten und Jahren sind wir Zeugen geworden von Gewalttaten, die wir als Terrorismus bezeichnen. Als Urheber dieser Gewalttaten mussten wir häufig, wenngleich nicht immer, Menschen ausmachen, die in einem bestimmten Kreis verwurzelt scheinen, dort ihre Identität und ihre kulturelle Heimat sehen.

    Es ist eine kulturelle Heimat, deren Fundament seit langer Zeit, seit Jahrhunderten, in jeder Hinsicht — in Bereichen der Künste, der Wissenschaften, der Religion, der Sozialgefüge bis in Familien hinein, und der Politik — in sich erstarrt ist und die Menschen in einem Korsett aus (religiösen oder religiös inspirierten) Dogmen gefangen hält.

    Mit der inneren Erstarrung ist diese Welt, ist diese kulturelle Heimat jener Menschen gegenüber Teilen der Außenwelt so weit ins Hintertreffen geraten, dass der Rückstand aus innerer Kraft und inneren Möglichkeiten kaum aufholbar scheint.

    Die Menschen in diesem Kreis mögen die eigene kulturelle Rückständigkeit und das Gefangensein in ihrer „Heimat“ spüren, vermögen jedoch nicht in jedem Fall, sich und anderen dies einzugestehen. Aus Scham, aus einem verletzbaren Selbstwertgefühl, aus einem schon ab der frühen Kindheit erlebten perfiden sozialen Druck, die eigene Identität um jeden Preis zu wahren und sich jeder Veränderung zu widersetzen — selbst dann, wenn sie als notwendig erkannt wurde …
    Hinzukommen mag ein Überlegenheitsgefühl gegenüber der Außenwelt, das sich auf Glaube, auf Imaginäres stützt, aus dem eine Hoffnung erwächst, die jedoch unerfüllt bleibt.

    Der Frust, der daraus resultiert, sich aus diesem Korsett, aus dieser Gefangenschaft nicht befreien zu können, mündet bei manchen in Resignation. Bei anderen entlädt er sich in Gewalttaten, die sich vermeintlich gegen andere Menschen richten, tatsächlich aber Ausbruchsversuche aus einem Gefängnis sind, das zerstört werden soll und bei denen der eigene Tod bereitwillig inkauf genommen wird.

    Es sind nicht unübliche Ausbruchsversuche, die sich da in einer Gewalt entladen, die sich gegen andere und insbesondere gegen die Urheber der Gewalt selbst richtet: Lieber gemeinsam untergehen als weiter in diesem kulturellen Gefängnis leben. Lieber einen Sündenbock mitbestrafen, als sich eigenes Scheitern einzugestehen.

    Ist diese Gewaltanwendung obendrein religiös legitimiert, fällt es manch einem umso leichter, zu diesem Mittel zu greifen.

    Wer z.B. fest davon überzeugt ist, im Kampf für seine Religion, für seinen Gott, töten zu müssen und getötet zu werden weil ihm dann ein imaginärer Ort im Jenseits — ein Trugbild — versprochen ist, wird in der Verblendung umso leichter zu diesem Mittel greifen. Dass er andere damit nicht überzeugen kann, schon gar nicht von seiner vermeintlichen Überlegenheit oder der Überlegenheit seiner Religion, realisiert er vielleicht nicht. Oder er reagiert — als Nachahmungstäter — mit Trotz.

    Dass sich andere von der Gewalttat nicht beeindrucken lassen, kann bei Menschen aus dem selben Kreis dazu führen, dass sie sich in einen Hass auf die Außenwelt sowie in das eigene Überlegenheitsgefühl umso tiefer hineinsteigern.

    Dass es für das eigene Weiterexistieren an jenem imaginären Ort im Jenseits keine Beweise gibt, ist unerheblich.
    Es geht darum, einen Schlusspunkt zu setzen.

    _____

    Ich möchte mit diesem Text den Terror und seine Urheber nicht legitimieren oder verharmlosen, sondern eine Lösungsmöglichkeit aufzeigen. Einerseits Menschen zu Selbstreflexion veranlassen, um das Korsett, die Gefangenschaft und den daraus resultierenden Frust zu überwinden, andererseits davon abzusehen, Menschen allein wegen ihrer Herkunft oder Sozialisation zu Sündenböcken abzustempeln.

    + + +

    Begleitend zu diesem Beitrag:
    Den Tod genießen
    — Warum ziehen junge Muslime in den Dschihad? —
    Ein Gespräch mit dem Psychoanalytiker Fethi Benslama über das Lieben, das Töten und den Islamismus als antipolitische Utopie.

    Rilke, siebte Duineser Elegie:
    „Jede dumpfe Umkehr der Welt hat solche Enterbte / denen das Frühere nicht und noch nicht das Nächste gehört“.

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    Zur Vertiefung:
    Samuel Schirmbeck
    Der islamische Kreuzzug
    und der ratlose Westen

    — Warum wir
    eine selbstbewusste
    Islamkritik brauchen —

    Orell Füssli, Zürich
    ISBN 978-3-280-05636-3

    _________________________//_________________________

    Wertschätzung, Unschuldsvermutung und Gerücht

    2 April 2017 by

    Wenn man andere von etwas überzeugen will

    oder

    Wie Kritik in eine Art Hexenjagd münden kann …

    ~ ~ ~

    Eigene Wertschätzung

    Die Werte und Vorzüge eines freiheitlichen, demokratischen Rechtsstaats jemandem näherzubringen gelingt wahrscheinlich am ehesten, indem man diese Werte vorlebt, sie erklärt und erläutert.

    Diese Werte braucht man dabei weder infrage zu stellen noch herunterzuspielen oder gar zur Disposition zu stellen oder zu verleugnen, sondern man kann zu ihnen stehen und sie ggf. auch gegen Angriffe oder Unterminierungsversuche aus Überzeugung und mit Sachargumenten verteidigen.

    Menschen aus anderen Ländern und Kulturkreisen oder Menschen mit einer anderen als der eigenen Meinung oder Weltanschauung pauschal mit Vorurteilen zu überziehen, gegen sie zu hetzen, sie zu beschimpfen und zu beleidigen, dabei vielleicht sogar die Unschuldsvermutung außer acht zu lassen oder zu negieren, dürfte hingegen kaum eine geeignete und überzeugende Methode sein.
    Denn von was will man andere damit überzeugen?

    Wer z.B. meint, vom Fehlverhalten einzelner Menschen einer bestimmten Gruppe oder Herkunft auf alle Menschen der gleichen Gruppe oder Herkunft schließen zu können und ihnen ebenfalls Fehlverhalten unterstellen zu müssen, der lässt die Unschuldsvermutung außer acht.

    Das Gerücht

    Unschuldsvermutung und Gerücht: „Sie haben erzählt, dass …“

    Mit Sätzen wie

    Eine Duisburger Rede,
    3. August 2015

    […] abends um 20 Uhr ein 14-jähriges Mädchen vergewaltigt wurde. Und nachdem wir ja täglich von solchen Meldungen schockiert werden, kann man sich fast vorstellen, wer der Täter war. Es wurde, vor wenigen Tagen wurde jetzt einer aus einem Asylantenheim verhaftet […], und das ist das, was wir täglich in Deutschland erleben.

    werden Menschen gewissermaßen in Sippenhaftung genommen und für Taten verantwortlich gemacht, die sie nicht begangen haben. Derlei gab es in Deutschland zuletzt während der Herrschaft der Nationalsozialisten von 1933 bis 1945, und danach teils noch in der DDR bis 1989.

    Jemanden für etwas verantwortlich zu machen das er nicht getan hat, ist Ungerechtigkeit, erzeugt Wut und womöglich Hass, der sich später vielleicht ein Ventil sucht oder Trotzreaktionen provoziert.
    Einen Vorteil hat davon niemand.

    Gleiches Recht

    In einem demokratischen Rechtsstaat gilt gleiches Recht für alle — auch für Minderheiten –, ungeachtet, was jemand glaubt oder nicht glaubt. In Deutschland ist dies z.B. aufgrund der Verfassung, u.a. des GG Art. 140 geregelt.
    Wäre es anders, würden Menschen womöglich um die Wette glauben, um mehr Sonderrechte für sich einzuheimsen als der Nachbar.

    Es braucht für einen demokratischen Rechtsstaat, der zu weltanschaulicher Neutralität verpflichtet ist, unseres Erachtens keinen Grund zu geben, seine Gesetze und seine Grundrechtsgarantien an Glaubensinhalte von Religionen oder sonstigen Weltanschauungen anzupassen. Im Gegenteil sind die Menschen in diesem Land gehalten, sich in ihrem Verhalten an der Verfassung und an den anderen geltenden Gesetzen zu orientieren.

    ~ ~ ~

    _____

    Den Beitrag habe ich von der Website von PI-München übernommen.
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    Grundannahme

    2 Februar 2017 by

    * * *

    Grundannahme

    Kritik an einer totalitären Ideologie und einem despotischen System sowie Kritik an der Todesstrafe[*] und an anderen Menschenrechtsverletzungen ist keine Phobie und ist kein Rassismus.

    Es soll sachbezogene Kritik sein.

    Diese Kritik soll nur in begründeten Ausnahmfällen personenbezogen sein ohne verletzend zu werden oder herabzuwürdigen.

    Eine solche Kritik zu diffamieren nimmt den Gegenargumenten die Plausibilität.

    + + +

    Zitat:

    Wie wollen Sie mit Menschenrechtsverletzungen und mit Kritik an Menschenrechtsverletzungen umgehen?

    _____
    [*] vgl. Rache sowie Hass

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    Interpretationsmöglichkeiten! — oder ein wenig Augenwischerei?

    17 September 2016 by

    _____ „Sehen Sie, das ist Islam.“ _____

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    Ein paar einleitende kurze Worte zum Begriff „Interpretation“:

    In dem Bild oben eine Gruppe Augen zu sehen, die einen anschauen oder anstarren, mag einer Sehgewohnheit, einer Täuschung oder einer Wunschvorstellung entsprechen, eine Interpretation ist es nicht, denn eine Auslegung, Übersetzung oder Erklärung seitens des Betrachters im Sinne des Begriffs „Interpretation“, oder auch eine Deutung, findet nicht statt.

    In dem Bild die Schwanzfedern eines Pfaus wahrzunehmen, wäre ebenfalls keine Interpretation, sondern allenfalls eine Assoziation, oder einfach das Erkennen eines (bekannten) Musters.

    * *

    Frage [*]: Ist es zulässig, dass Frauen nur die Hälfte erben, wie es die Scharia vorsieht?

    MR: Das sind Regelungen, die sich unmittelbar aus dem Koran ergeben. Bei deren Auslegung wird erläutert, dass die Männer mehr bekommen, weil nur sie eine Brautgabe finanzieren müssen und nur sie Familienunterhalt leisten. […] Ein Imam aus Bayern hat geschrieben, dass die islamische Lösung in Deutschland heißt: gleiche Erbteile. Sie sehen, was das islamische Recht an Interpretationsmöglichkeiten hergibt.

    Nun ist das, was der „Imam aus Bayern“ in den Worten des Interviewten geschrieben hat („die islamische Lösung in Deutschland heißt: gleiche Erbteile“), nicht, wie von ihm behauptet, eine Interpretation oder Interpretationsmöglichkeit — denn es wird mit diesen Worten nicht erklärt, auf welche islamische oder sonstige Rechtsgrundlage oder islamische Überlieferung sich die Aussage des Imams stützt; es wird nur eine unbegründete Aussage gemacht. Der Interviewer (Journalist) stellt allerdings auch nicht die Frage nach dem Warum, er hakt nicht nach.

    MR: Ich sprach einmal mit dem Vorsitzenden eines marokkanischen Moscheevereins, dem in Berlin als Erstes aufgefallen war, dass die Busse der Berliner Verkehrsbetriebe die Schwelle beim Halten senken, damit Leute, die schlecht zu Fuß sind, leichter einsteigen können. Er sagte: Sehen Sie, das ist Islam. […] das war das Verständnis des Imams vom Islam, ein Verständnis, das ganz viele teilen. Diese Menschen müssen wir unterstützen …

    Wenn das Islamverständnis des „Vorsitzenden eines marokkanischen Moscheevereins“ in diesen wenigen Worten zum Ausdruck kommt („Sehen Sie, das ist Islam.“), die sich auf helfen, großzügig sein, hilfreich sein beziehen, dann ist das einerseits zu begrüßen. Allerdings klammert er dabei sehr vieles aus, von dem man durchaus behaupten kann, dass es ebenfalls „Islam“ ist (siehe z.B. Kein Zwang im Glauben ? sowie Assoziationen oder Islam beleidigt).

    Ob es einer Religion bedarf, die in sich voller Widersprüche ist, deren „heiliges Buch“ ein Sammelsurium voller Widersprüche ist, um anderen Menschen zu helfen, großzügig zu sein, hilfreich zu sein …, oder ob es mit einer den meisten Menschen vertrauten und innewohnenden, natürlichen Empathie getan ist, die nicht durch eine Ideologie überprägt (oder deformiert) ist, sei dahingestellt.

    _____

    Weiterführende / ergänzende Textbeiträge:

    Im Gespräch: Wie verhindern wir Radikalisierung?
    Mouhanad Khorchide: Die Männerbilder des Korans
    Abdel-Hakim Ourghi: Keine Angst vor Kritik!
    Ufuk Özbe: Strengt euch an!
    [*] Textauszug aus „An die Hausordnung halten“ (Der Spiegel im Interview mit Mathias Rohe, Universität Erlangen-Nürnberg)

    Bildnachweis: Wikipedia (Blauer Pfau)

    interpretationsmoeglichkeiten-oder-augenwischerei

    Eckhardt Kiwitt
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    Zirkelschluss

    1 September 2016 by

    Ich möchte mit einer ganz kleinen und vielleicht ein wenig provokanten Geschichte beginnen:
    (Es muss nicht immer Gott sein)

    Ich schreibe ein Buch.

    In das Buch schreibe ich hinein, dass alles, was in dem Buch geschrieben steht, das Wort von Göttin ist.

    Heiliges-Buch_3d

    «Göttin höchstselbst hat ein Fabelwesen beauftragt, diese Worte an mich zu überbringen, auf dass ich sie aufschreibe.» [*]

    So behaupte ich es, und so schreibe ich es in das Buch hinein.

    Dies nehme ich dann als Beweis dafür, dass alles, was in dem Buch geschrieben steht, das Wort von Göttin ist.

    Und ich erkläre das Buch zu einem „heiligen“ Buch.

    Zu guter Letzt lasse ich mir von ein paar Leuten aus meinem Bekanntenkreis bestätigen, dass es sich bei allem, was in dem Buch geschrieben steht, um das Wort von Göttin handelt und dass es deshalb ein heiliges Buch ist.

    _____
    [*] Ähnlichkeiten mit manch anderem „heiligen“ Buch sind kein Zufall.

    * * *

    Die Logik hinter dieser Vorgehensweise entspringt einem Zirkelschluss. Dabei wird der Beweis für die Existenz von etwas (hier „Göttin“) in der Behauptung der Existenz dieses Etwas gesehen bzw. ihm zuerkannt — was in sich logisch und schlüssig erscheinen mag, von außerhalb des Etwas / von außerhalb der Behauptung betrachtet einer Überprüfung jedoch nicht unbedingt standhält.

    Siehe auch den Beitrag Nichtexistenz auf dieser Website.

    _____

    Anmerkung:

    Gemäß der chronologisch ersten Sure des Korans (# 96 Al-’Alaq – Der Blutklumpen, Vers 1) hat der Gott des Islams, Allah, alles erschaffen (Read! In the Name of your Lord Who has created (all that exists).)* — also auch den Koran. Und gemäß diesem Koran-Vers sogar sich selbst. Denn der Koran geht davon aus, dass Allah existiert, bezeichnet ihn gar als Allmächtig, Allwissend, Allweise, als Herrn der Welten, …

    Gemäß einer chronologisch recht späten Sure (# 2 Al-Baqarah – Die Kuh, Vers 2) gibt es daran keinen Zweifel (This is the Book (the Qur’ân), whereof there is no doubt, …).

    Mit anderen Worten, behauptet und bestätigt der Koran in sich selbst / mit Bezug auf sich selbst, dass der Koran von Allah stammt und dass es daran keinen Zweifel gibt. Ein Zirkelschluss.

    Beispiele:

    Zirkulare, nonkausale Logik (Ursache und Wirkung sind eins)
    1.: Im Koran steht geschrieben und ist nachzulesen, dass es Allah gibt (Herr der Welten, Allmächtig, …).
    –> Allah gibt es, weil dies im Koran geschrieben steht [1] und man es dort nachlesen kann (impliziert, dass es Allah andernfalls nicht gibt).
    2.: Man kann im Koran lesen, weil der Koran existiert.
    –> Der Koran existiert, weil man im Koran lesen kann (impliziert, dass es den Koran andernfalls nicht gibt).

    Lineare, kausale Logik (Ursache und Wirkung sind verschieden)
    1.: Man kann im Koran lesen, weil der Koran existiert.
    –> Der Koran existiert, weil er verfasst wurde.
    2.: Im Koran steht geschrieben und ist nachzulesen, dass es Allah gibt (Herr der Welten, Allmächtig, …).
    –> Die Existenz von Allah ist nicht beweisbar, weil etwas, das keine Wechselwirkungen zeigt, von etwas, das nicht existiert, nicht unterschieden werden kann.

    Zirkelschluss-Skizze

    In seinem Bild Wasserfall aus dem Jahr 1961 hat der niederländische Grafiker M. C. Escher den Zirkelschluss auf anschauliche Weise dargestellt.

    Anmerkung:
    In Gesprächen mit sehr religiösen Menschen habe ich mehrfach erlebt, dass diese nicht verstehen, warum ein Zirkelschluss unlogisch ist.

    ___
    * King Fahd Complex for the printing of the holy Qur’an
    [1] Einer solchen oder ähnlichen „Argumentation“ kann man hier und da begegnen.

    Zirkelschluss

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    Abrahamitisch ?

    25 Juli 2016 by

    Wir Menschen neigen dazu, für uns bzw. für den Sozialverband (Familie, Clan, Volk, Staat), in dem wir leben, zum Zweck des Zusammenhalts der Gruppe, aber auch der Identitätsstiftung sowie der Selbstvergewisserung Gründungs- und Schöpfungsmythen zu ersinnen. Manche dieser Gründungs- oder Schöpfungsmythen ähneln sich über Kontinentgrenzen hinweg oder gleichen sich sogar in einigen Details (siehe z.B. den Schöpfungsmythos der Maori in Neuseeland). Andere erzählen eine eher außergewöhnliche Geschichte.

    Wahrscheinlich in der Gegend des derzeitigen Iraq wurde vor weit über zweitausend Jahren eine symbolische Figur erdacht, die uns heute unter dem Namen Abraham bekannt ist. Hinweise oder Belege für seine tatsächliche Existenz gibt es keine; seine Aufgabe war es, einem Volk, das aus dieser Gegend stammte, als Gründungsfigur, als Urvater zu dienen, auf den sich noch nachfolgende Generationen würden berufen können.

    Um diesen Abraham herum wurde eine umfangreiche „biographische“ Geschichte gesponnen, mittels derer das damalige Sozial- und Machtgefüge einen stabilen konstituierenden Rahmen erhalten sollte.

    Insbesondere für die Macht-Frage wurde eine Begebenheit erdacht, die prägend für die damalige Gegenwart wie auch für die Zukunft werden sollte: Die „Bindung“ oder Opferung Isaaks, Abrahams zweitgeborenem Sohn aus dessen Ehe mit Sara (Sarai). Seinen erstgeborenen Sohn Ismael hatte er mit der jungen Sklavin Hagar gezeugt.

    In der Geschichte der Opferung Isaaks wird u.a. zum Ausdruck gebracht, dass dieser ein sehr großes Vertrauen in seinen Vater Abraham hat — also eine positive Grundhaltung. „Gott“ spielt in dieser Geschichte eine rationalisierende Rolle.

    In einer Religion, die lange Zeit später teils aus Bruchstücken, teils aus Versatzstücken der jüdischen Religion sowie aus Hinzudichtungen zusammengesetzt wurde, wird der Zweitgeborene Isaak in den Erstgeborenen Ismael umgedeutet (verfälscht), und aus dem Vertrauen, das Isaak seinem Vater Abraham entgegenbringt, wird eine masochistisch anmutende Unterwerfungsgeste Ismaels, wenn dieser laut Koran (Sure 37, Verse 99-109) sagt: „O mein Vater, tu, wie dir befohlen wird; du sollst mich – so Allah will – unter den Geduldigen finden.“ [37:102]

    Resümee:

    Sogenannte „göttliche“ Gesetze werden bisweilen von selbsternannten Gurus oder Scharlatanen aus egoistischen bzw. egozentrischen Motiven heraus erfunden und erlassen und können exclusiv gelten (vgl. Das Islam-Prinzip, Kapitel 6, Zitat nach Zülfü Livaneli am Kapitelende). Das unterscheidet sie von den Gesetzen der Verfassungsstaaten, die zwar, wie die „göttlichen“ Gesetze, ebenfalls von Menschen erdacht und erlassen werden. Dies geschieht jedoch nicht aus egoistischen Motiven, sondern aus Gründen der Rechtssicherheit für die Bürger eines Landes, inclusive Minderheiten, weshalb in Verfassungsstaaten die Grundsätze allgemeinen und gleichen Rechts gelten.

    Sowohl Bibel als auch Koran wurden von Menschen verfasst; nichts deutet darauf hin, dass irgendwelche Götter, Erzengel oder sonstige imaginäre Wesen daran beteiligt gewesen sind (es sei denn, man wollte z.B. im Koran, in Sure 2 Vers 2 den Beweis für den göttlichen Ursprung des Korans erkennen, also in einem Zirkelschluss), es gibt keine nachgewiesenen oder nachweisbaren Wechselwirkungen oder dergleichen, die sich nicht als bloße Gedankenspielereien oder Geschichtenerzählereien entlarven ließen (siehe u.a. den Beitrag Nichtexistenz).

    Die Bibel wird im Islam als „verfälscht“ bezeichnet.
    Eine Textsammlung (Bibel, Tanach) als „verfälscht“ zu bezeichnen, die etliche Jahrhunderte, teils weit über tausend Jahre vor dem angeblichen Original (Koran) entstanden ist (vgl. Islam in drei Sätzen), das wirkliche Original also als Fälschung hinzustellen und die Fälschung als Original, ist eine gewagte These; man kann auch von Chuzpe — Anmaßung — sprechen (vgl. Der kleine Erpressungsversuch *), oder von Kaltschnäuzigkeit.

    Islam ist, im Gegensatz zu Judentum und Christentum, m.E. keine abrahamitische Religion, da im Islam u.a. dieser Grundgedanke des Abrahamitischen — (siehe die Gegenüberstellung Isaak und Ismael; vgl. aber auch z.B. die praktische Ausführung des Beschneidungsrituals [siehe » Angst, Punkt 5]: im Judentum bei Säuglingen ohne Erinnerungsvermögen, im Islam bei Kindern, die dies mit Bewusstsein und als Demütigung erleben) — zum Zwecke der Etablierung und Verhärtung oder Verkrustung innerfamiliärer und gesellschaftlicher männlicher Macht, und der „Vorbild“funktion demonstrativer Unterwerfung – ähnlich einem masochistischen Verhalten – soweit verändert worden ist, dass ich darin eine Pervertierung sehe.

    _____

    Weiterführende Texte:
    Tanach (Wikipedia)
    Abraham (Wikipedia)
    Opferung Isaaks (Wikipedia)
    Opferung Isaaks, Rezeption im Islam (Wikipedia)
    Necla Kelek: Die verlorenen Söhne
    Islaminstitut: Warum Muslime die Bibel für verfälscht halten

    Bildnachweis:
    Rembrandt: „Der Engel verhindert die Opferung Isaaks“ (Wikipedia)

    Abrahamitisch

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    Nichtexistenz

    8 Juli 2016 by

    Hier und da ist man mit einer Methode der Argumentation konfrontiert, bei der man zunächst keine passende Antwort findet: ich nenne sie Entrationalisierung. Es wird ein Argument vorgetragen, zu dem einem einfach nichts einfallen will, weil dem Argument etwas zu fehlen scheint: Logik bzw. Nachvollziehbarkeit. Das (eigene) Denken ist blockiert.

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    Die Aufforderung zum Beweis der Nichtexistenz — von was auch immer — kann einen in eine solche Lage bringen.

    Das Nichtexistente

    Das Nichtexistierende

    Die Existenz von etwas zu beweisen, erscheint uns ein leichtes Unterfangen zu sein: Dieses Etwas kann man sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen, oder mittels Messinstrumenten erfassen. Das ist allerdings nicht bei allem der Fall: Schwarze Löcher zum Beispiel können wir mittels unserer Sinnesorgane so einfach nicht nachweisen — dies gelingt jedoch indirekt.

    Der Äther galt Wissenschaftlern eine geraume Zeit lang als ein geheimnisvoller Stoff, der das Weltall ausfüllt und in dem sich z.B. Lichtwellen ausbreiten und deren Träger er sein sollte. Ein Nachweis des Äthers ist nie gelungen; heute wissen wir, dass es ihn nicht gibt.

    Wegen des angenommenen Alters des Universums sowie aufgrund der Ausbreitungsgeschwindigkeit elektromagnetischer Wellen (Licht) im Vakuum können wir von der Erde aus einen Bereich des Universums überblicken, der einen Radius von 13,798 Milliarden Lichtjahren hat; wegen des Rundumblicks befinden wir uns selbstverständlich immer genau im Mittelpunkt dieser gedachten Kugel.
    Was jenseits dieser Sphäre ist, wissen wir nicht, da wir von dort keine Signale bekommen.

    Universum -- sichtbare Teile und Mittelpunkt

    Universum — von der Erde aus sichtbarer Teil und Mittelpunkt

    Alles, was existiert und dessen Existenz wir nachweisen können, verbindet eine Gemeinsamkeit: Der Einfachheit halber nenne ich es Interaktion, Wechselwirkung oder auch nur Wirkung.
    Alles, was existiert, interagiert auf irgendeine Weise mit seiner näheren oder weiteren Umgebung; aufgrund dieser Interaktionen können wir es nachweisen — es existiert für uns.

    Etwas, das zwar existiert, aber mit seiner Umgebung nicht interagiert oder dessen Interaktionen wir nicht beobachten oder nachweisen können, können wir von etwas, das nicht existiert, nicht unterscheiden — es existiert für uns nicht.

    Etwas, das nicht existiert, interagiert ohnehin nicht.

    Götterbilder -- Götzenbilder

    Götterbilder — Götzenbilder

    Göttinnen und Göttern wird nachgesagt, dass sie mit uns Menschen auf mancherlei Weise interagieren. Diese Interaktionen sind jedoch nur Gedanken oder Empfindungen in unseren Gehirnen, Muster elektrischer und chemischer Aktivitäten. Göttinnen und Götter spielen dabei eine vergleichbare Rolle wie seinerzeit der Äther bei der Ausbreitung des Lichts (siehe oben). Da nützt es auch nichts, dass wir uns ein Bild von „Gott“ machen, und sei es nur ein gedankliches …

    Das Bild von etwas ist nicht identisch mit diesem Etwas.

    MagrittePipe-c

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    Bildnachweis oben:
    Die Erschaffung Adams — Ausschnitt aus dem Deckenfresko des Malers Michelangelo Buonarroti in der Sixtinischen Kapelle, Rom. Wikipedia

    Bildnachweis unten:
    Dies ist keine Pfeife (Ceci n’est pas une pipe), René Magritte (1898–1967). Wikipedia

    Nichtexistenz

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    Bevormundet

    29 Januar 2016 by

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    Bevormundung gehört vermutlich in den meisten Religionen zum Standardrepertoire der Machtausübung und des Machterhalts. Immanuel Kant hat dies in seiner „Aufklärung“ in einem wohl weniger beachteten Satz zum Ausdruck gebracht:

    Daß der bei weitem größte Teil der Menschen […] den Schritt zur Mündigkeit, außer dem daß er beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halte, dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben.

    So ist es denn nicht außergewöhnlich, dass es Leute gibt, die meinen, anderen Menschen religiös inspirierte bzw. legitimierte Vorgaben dahingehend machen zu müssen, was diese sich z.B. während eines Museumsbesuchs anschauen dürfen und was nicht.

    Buste de femme - Musei Capitolini

    Buste de femme – Musei Capitolini

    Im Januar 2016 war der iranische Präsident Hassan Rouhani anlässlich eines Staatsbesuchs in der italienischen Hauptstadt Rom zu Gast. Die Medienberichterstattung darüber erging sich großenteils in einem Detail dieses Besuchs: jener Stipvisite im Kapitolinischen Museum, deren Ablauf entweder von iranischen oder von italienischen Offiziellen vorbereitet wurde (Medienberichte zu diesem Detail ließen Vermutungen bezüglich der Organisatoren zu).

    Die Organisatoren des Besuchsprogramms hatten – möglicherweise ohne Wissen des iranischen Präsidenten – entschieden, dem Gast den Anblick mehrerer in diesem Museum zu besichtigenden Statuen vorzuenthalten.

    Vénus de l'Esquilin - Musei Capitolini

    Vénus de l’Esquilin – Musei Capitolini

    Die umfangreiche Berichterstattung zu diesem Besuch lässt den Schluss zu, dass der Wunsch, derlei Statuen nicht sehen zu wollen, nicht von Rouhani kam, sondern man ihn mit religiöser Begründung dahingehend bevormundet hat, was er aufgrund seiner Religionszugehörigkeit nach Meinung der Organisatoren sehen darf und was nicht, was ihm zugemutet werden darf und was nicht — und er hat es sich gefallen lassen (müssen), konnte sich vermutlich aus diplomatischen, vielleicht auch aus innenpolitischen Gründen nicht dagegen wehren.

    Aphrodite – Musei Capitolini

    Aphrodite – Musei Capitolini

    ~ ~ ~

    Sollten die Gastgeber oder die Organisatoren geglaubt haben, Rouhani sei ein Idiot, der beim Anblick von etwas anderem als geometrischen Mustern, wie sie im islamischen Kulturkreis an und in Moscheen zu sehen sind, einer Nackten gar, die Selbstbeherrschung oder den Verstand verliert ?

    Nasr-ol-Molk-Moschee - Deckenverzierungen

    Nasr-ol-Molk-Moschee – Deckenverzierungen

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    Anmerkung:

    In den Leserkommentaren zur Berichterstattung über den Besuch des iranischen Präsidenten Rouhani in Rom im Januar 2016 war teils davon die Rede, dass die Verhüllung einiger Statuen im Kapitolinischen Museum in Rom ein Zeichen für die Islamisierung Europas sei.
    Dieser Argumentation schließe ich mich nicht an — siehe oben.

    Zudem liegt es an den Menschen, ob und inwieweit sie — ohne sich von Hass leiten zu lassen[*] oder in diesen abzugleiten — bereit sind, die Werte, Freiheiten und Rechtssicherheiten des freiheitlichen, demokratischen Rechtsstaats gegen Bevormundung, Einschüchterung sowie gegen Wertvorstellungen und Rechtsnormen einzutauschen, die mit den Errungenschaften der Europäischen Aufklärung und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in erheblichem Umfang nicht vereinbar sind.

    Freiheit ist ein Ideal, das sich aus Vernunft selbst trägt ohne Menschen einzuschüchtern oder zu bevormunden, und das den Machtverlust nicht fürchten muss[*] weil es nach Macht nicht strebt.

    _____
    [*] Hass sowie die Angst vor Machtverlust stehen der Freiheit entgegen; wer darin gefangen ist, ist nicht frei.

    Bildnachweise:
    wikimedia.org

    bevormundet

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    Ausformulierung

    26 November 2015 by

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    Ähnlichkeiten mit anderen Religionen oder Ideologien
    sind kein Zufall

    IP-Button_30x30
    Islam ist die Ausformulierung der Grundlagen für ein totalitäres System bis in kleinste Details.
    Das Ergebnis zeigt sich überall dort, wo islamische Gesetze gelten / wo Islam Staatsreligion ist.

    Diese islamischen Gesetze zielen nicht auf das Gewähren sowie die Gewährleistung individueller Rechte und Freiheiten, nicht auf das Einräumen von — auch geistigen — Freiräumen, sondern auf das Vorgeben und Vorschreiben von zur Norm erhobenen Denk- und Verhaltensweisen und Pflichten, auf die möglichst weitgehende Einengung und Begrenzung von persönlichen Freiräumen.
    Daran scheitert die islamische Welt seit vielen Jahrhunderten.

    Die Frustration über das Unvermögen, sich von dieser totalitären Ideologie zu befreien — was für Muslime schwierig ist, weil auf Apostasie im Islam die Todesstrafe steht (die manchmal als „Ehrenmord“ daherkommt und vollstreckt wird, also einem Racheakt [wegen „unislamischer Lebensweise“] gleichkommt) — kann ich nachvollziehen, ihre Folgen in Fällen von Gewalttaten aber weder gutheißen noch für gerechtfertigt erachten.

    Eine eindeutige Aussage und ein Bekenntnis dazu, dass die weltlichen, von Menschen für Menschen gemachten Gesetze[*] der Staaten Europas und anderer Länder über jedem „göttlichen“ Gesetz, über dem Koran oder über sonstigen „heiligen“ Büchern sowie über den Worten des / der Propheten stehen, vermisse ich von mancher Seite.

    Alles Distanzieren von Gewalt und Terror hinterlässt bei mir den Eindruck bloßer Lippenbekenntnisse. Denn womit ich nichts zu tun habe, worin ich in keiner Weise involviert war oder bin, was nicht meiner Weltanschauung entspricht und mit dieser nicht in Verbindung oder in Einklang gebracht werden kann, davon brauche ich mich nicht zu distanzieren.

    Stattdessen kann man sich dafür einsetzen, dass am Islam genauso wie an jeder anderen Religion und Ideologie alles kritisiert und hinterfragt werden darf — ALLES.

    Allahu asghar ? Allahu 'akbar

    Allahu asghar ? Allahu ´akbar


    Kritisieren und hinterfragen allerdings ohne in Hass zu verfallen oder sich in einen solchen hineinzusteigern, der die Wahrnehmung und das Urteilsvermögen beeinträchtigen und infolge dessen man leicht zu Fehlschlüssen und Fehlurteilen gelangen kann.

    Hinterfragen und kritisieren muss nicht bedeuten, alles vollständig infrage zu stellen im Sinne von ‚für überholt zu erklären‘ oder ‚abschaffen zu wollen‘. Es steht aber für eine sachlich-inhaltliche Auseinandersetzung und für ein Vergleichen — an deren Ende man sehen wird, was die Menschen überzeugt ohne dass sie eingeschüchtert oder zu einer bestimmten Haltung erpresst werden, und was standhält.

    Dort, wo ein Hinterfragen und Kritisieren tabu ist, möchte man etwas verbergen …
    Das kann Misstrauen hervorrufen oder als ein Zeichen von Unduldsamkeit (Intoleranz) und Schwäche gedeutet werden.

    Der freiheitliche, demokratische Rechtsstaat hingegen bezieht seine Stärke u.a. daraus, dass er dulden kann, wozu jede Diktatur zu schwach ist — Kontroversen. Aber auch aus dem sich selbst tragenden allgemeinen und gleichen Recht, das sich nicht auf das Unrecht einer Minderheit, aber auch nicht auf das mögliche nicht-allgemeine und nicht-gleiche oder auf ein die Minderheitenrechte missachtendes Recht (= Unrecht) der Mehrheit stützt.

    Die europäischen Werte, das sind vermutlich nicht nur für mich, sondern für die absolute Mehrheit der Menschen in Europa die Werte des in der Renaissance aufgekommenen Humanismus und die der Europäischen Aufklärung sowie die daraus entstandenen Rechtsgrundsätze, die ihren Niederschlag u.a. im Grundrechtskatalog des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland (GG) gefunden haben.

    Diese brauchen wir Europäer nach wie vor — auch wenn sie für uns inzwischen so selbstverständlich geworden zu sein scheinen, dass sich manch einer ihrer im Alltag kaum mehr bewusst ist, sie nicht täglich abgleicht mit dem, was in manchen anderen Ländern und Kulturkreisen an der Tagesordnung ist.

    «Das Recht schützt die Religionsfreiheit,
    die Religion muss das sie schützende Recht achten.»

    Dieser Satz gilt für andere Rechte und Freiheiten in gleichem Maße.

    _____

    [*] Welche Rechte und Freiheiten gewährt und gewährleistet Islam – oder auch andere Religionen -, und welche Rechte und Freiheiten gewährt und gewährleistet im Vergleich dazu unsere Verfassung, das Grundgesetz ?
    Inwieweit sehen Islam, aber auch andere Religionen, eine Gewaltenteilung vor, wie wir sie im modernen Verfassungsstaat kennen und mittels derer die Macht einzelner Personen und Institutionen eingeschränkt und deren möglicher Willkür Grenzen gesetzt werden ?

    » Ergänzend [1]:
    Deutschland muss religiöse Zumutungen ertragen.
    Das gilt auch für Kränkungsfetischisten.

    Von Horst Dreier (Staatsrechtler) in der SZ vom 27. November 2015

    P.S.: Der Untertitel des Gastbeitrags von Horst Dreier in der SZ wurde gegenüber der Erstversion inzwischen abgeändert in „Zur Demokratie gehören Presse-, Meinungs- und Kunstfreiheit – inklusive Religionskritik. Das sollte so bleiben.

    » Ergänzend [2]:
    Terrorismus hat sehr wohl mit Religion zu tun
    Von Alexander Grau im Cicero am 12. Dezember 2015

    […] Was in Europa und insbesondere hierzulande unter Religion verstanden wird, das ist Religion nach der Aufklärung, das ist die von außen gezähmte und zivilisierte Religion der Moderne, gebändigt und rationalisiert durch naturwissenschaftliche, historische und psychologische Religionskritik. Es ist eine Religion, die um ihre Relativität weiß, eine Religion, die verstanden hat (oder haben sollte), dass ihre zentralen Begriffe und Rituale Symbole sind, mit deren Hilfe Menschen Sinn konstruieren. […]

    Ausformulierung_296

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    Assoziationen

    14 November 2015 by

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    Wenn man sich die – von dort lebenden Menschen jeweils so eingerichteten – Gegebenheiten in Ländern und Gesellschaften oder sonstigen Sozialgefügen heute vergewärtigt, in denen Islam Staatsreligion ist bzw. in denen islamische Gesetze gelten oder die vom Islam geprägt sind oder dominiert werden, so können einem – jenseits teils beschönigender, teils herabsetzender Beschreibungen – Assoziationen und Empfindungen in den Sinn kommen:

    Befreiend — Bedrückend
    Tolerant — Intolerant
    Humorvoll — Humorlos
    Behaglich — Unbehaglich
    Zuversicht vermittelnd — Furchteinflößend
    Friedfertig — Aggresiv
    Lebensbejahend — Mörderisch
    Konstruktiv — Destruktiv
    Sozial — Unsozial
    Philanthropisch — Misanthropisch
    Menschenfreundlich — Menschenfeindlich
    Friedfertigkeit unterstützend — Gewalttätigkeit fördernd
    Pazifistisch — Bellizistisch
    Aufrichtigkeit ausstrahlend — Misstrauen hervorrufend
    Gelassen / Ausgeglichen — Neurotisch / Zwangsneurotisch

    ~ ~ ~

    Für eine eventuell gewünschte Änderung des Ansehens in der übrigen Welt sind in erster Linie die Menschen in ihren Ländern selbst verantwortlich. Eine solche Änderung herbeizuführen kann ein generationenlanger Prozess sein. Dieser erfordert ein Hinterfragen und Bewerten der Wirkungen von islamischen Gesetzen sowie von Islam als Staatsreligion auf Staat und Gesellschaft sowie auf den einzelnen Menschen. Dort, wo auf Apostasie die Todesstrafe steht, ist dies kein leichtes Unterfangen.

    –» Zum Thema: Gastkommentar von Jasmin El Sonbati in der NZZ vom 19.11.2015

    _____

    Aus aktuellem Anlass:

    Wer sich [insbesondere als Politiker] von solchen Ereignissen [Paris, 13. November 2015] irre machen und aus der Fassung bringen lässt, der gibt den Attentätern recht.
    Ein Rückfall in kleinstaaterische Nationalismen und geschlossene Staatsgrenzen stärkt Europa nicht, sondern schwächt es, weil dann innerhalb Europas jeder gegen jeden … oder jeder für sich allein.
    Sagen wir’s den Attentätern doch:
    Ein Gott, der seine Macht auf Gewalt und Terror stützt, der ist nicht größer, also nicht «Allahu ’akbar», sondern kleiner — «Allahu asghar».

    Eckhardt Kiwitt, Freising — Leserkommentar

    ~ ~ ~


    Assoziationen_09

    °:°

    Assoziationen_01

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    Trefflich

    31 Juli 2015 by

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    Trefflicher Buchtitel & Argumentation

    charb_brief-an-die-heuchler
    Die Heuchler, das sind in dieser Beschreibung von Stéphane Charbonnier* Leute, die einerseits eine totalitäre Ideologie und ein despotisches System verklären — und es mit Menschen gleichsetzen, die in diesem System leben (also die Gleichung „Ideologie = Menschen“ aufsetzen). Und Leute andererseits, die sich selbst paternalistisch — und damit den eigenen Rassismus nicht erkennend oder ihn unbeholfen und selbstbetrügerisch ausblendend — über jene Menschen erheben, sich teils zu Vormündern derer machen, die im Islam leben.

    Die Rassisten, denen sie damit in die Hände spielen, sind demnach diejenigen, die eine „Kritik“ am Islam lediglich vorschieben oder gar vortäuschen, um ihre ablehnende Haltung und abwertende Meinung gegenüber anderen Menschen zum Ausdruck zu bringen — die Kritik am Islam also lediglich instrumentalisieren, um gegen andere Menschen z.B. wegen deren Religionszugehörigkeit, deren Weltanschauung oder wegen deren Herkunft hetzen zu können.
    Ohne Hetze gegen andere Menschen kommt die Islam-„Kritik“ dieser Rassisten nicht aus.

    Die Heuchler und die Rassisten ergänzen sich insofern auf ganz wundersame Weise.

    Liebe Heuchler und Rassisten:

    Die Wahrheit mag da draußen sein,
    aber die Lügen sind in deinem Kopf.

    The truth may be out there,
    but the lies are inside your head.

    (Terry Pratchett)

    Danke an Stéphane Charbonnier und an den Übersetzer Werner Damson für dieses gedanklich, argumentativ und sprachlich sehr klare Buch !

    + + +

    Siehe auch den Beitrag Rass<->ismus von Links und Rechts:

    Brief an die Heuchler

    Stéphane Charbonnier (CHARB) kritisiert in seinem Buch «Brief an die Heuchler — und wie sie den Rassisten in die Hände spielen» den Rassismus von Rechts, der sich häufig in physischen Gewaltakten äußert, die sich gegen andere Menschen richten.
    Scheinbare Ausnahme des „Rassismus von Rechts“ ist ein – in diesem Buch nicht näher abgehandelter – Philosemitismus von Rechts (Stichwort „proisraelisch“). Dieser bezieht sich meist auf rechtsgerichtete Juden allein wegen deren Volkszugehörigkeit, berücksichtigt keine sonstigen Persönlichkeitseigenschaften und ist somit lediglich vorgetäuscht. Politisch linken Juden oder muslimischen Israelis oder Arabern, die ebenfalls Semiten sind, gilt der Philosemitismus von Rechts nicht.

    CHARB kritisiert aber auch den Rassismus von Links, der darin zum Ausdruck kommt, dass Menschen aus einem bestimmten Kulturkreis oft in einer Weise bevormundet werden, die bis an die Grenze der Entmündigung heranreicht (siehe u.a. den Beitrag Bevormundet zum Staatsbesuch des iranischen Präsidenten Hassan Rouhani in Rom im Januar 2016). Dies ist psychische Gewalt.

    Fazit:
    Sowohl der Rassismus von Links als auch der Rassismus von Rechts stellen Rechte und Freiheiten zur Disposition, die in einem freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat garantiert sind. Auch für Akteure, Vertreter und Fürsprecher des Rassismus.

    pimuc-icon-27


    + + +

    _____

    Vgl.
    Der Islam braucht eine kritikfähige Renaissance
    von Abdel-Hakim Ourghi

    sowie
    «Mohammed war ein Massenmörder und ein kranker Tyrann»
    Ein Interview mit Hamed Abdel-Samad

    aber auch
    Phantasieren über Muhammad

    Zur Vertiefung:

    Wir sind nicht eure Kuscheltiere
    Ein Essay von Ahmad Mansour, erschienen in der tageszeitung (taz) im Juli 2016
    sowie
    „Sind wir eure Kuscheltiere?“
    von Peter Mühlbauer auf heise.de

    _____

    * Stéphane Charbonnier – CHARB:
    Brief an die Heuchler – und wie sie den Rassisten in die Hände spielen
    Verlag Tropen (www.tropen.de)
    :
    Stéphane Charbonnier war Herausgeber und Zeichner der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo.

    Lettre-aux-escrocs_106px

    Eckhardt Kiwitt
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    Fünf kurze Leseproben aus dem Text des Buches

    GLAUBEN BEDEUTET SICH UNTERWERFEN
    — GOTT IST GROSS GENUG, UM SICH GANZ ALLEIN ZU VERTEIDIGEN — p. 27:

    Wenn Gott existiert und er so mächtig ist, wie seine Diener behaupten, dann, offen gesagt, geht es uns Ungläubigen, Laizisten, Atheisten, Antitheisten und Abtrünnigen schelcht. Wir sind hoffnungslos den Flammen der Hölle ausgeliefert.
    Die Frage ist nur, warum sich die Gläubigen an die menschliche Rechtsprechung halten, um uns zu bestrafen, wenn doch die göttliche Gerechtigkeit eine Strafe verhängen wird, die weitaus strenger ausfällt als bei irgendeinem anderen Richter? Wer ist also dieser angeblich allmächtige Gott, der anscheinend Anwälte braucht, um uns vor Gericht zu bringen? Kränkt es ihn nicht, wenn ein vor seinen Augen bislang rechtschaffener Gläubiger ein Gericht anstatt Gott im Gebet anruft? Warum sollte der Gläubige Gott dem Risiko aussetzen, einen Prozess auf der Erde zu verlieren und lächerlich zu werden, obgleich er doch alle seine Prozesse im Himmel gewinnt? Ich möchte niemandem zu nahe treten, aber ist es vom Standpunkt eines Gläubigen aus gesehen keine Blasphemie, …

    HERABLASSUNG UND INFANTILISIERUNG DURCH DIE ELITEN
    — DIE JOURNALISTEN IM DIENSTE DER ISLAMOPHOBIE — p. 31:

    […] Warum haben die Medien sich so schnell auf die Islamophobie gestürzt? Am Anfang wohl aus Bequemlichkeit, dann lockte der Reiz des Neuen und schließlich überwog das kommerzielle Interesse. Ihrer Popularisierung des Begriffs »Islamophobie« liegt überhaupt keine antirassistische Motivation zugrunde. Im Gegenteil.
    Ganz einfach gesagt: Jeder Skandal, der mit dem Wort »Islam« überschrieben wird, ist verkaufsfördernd.

    DER SCHMETTERLINGSEFFEKT DER MEINUNGSFREIHEIT
    — DER RESPEKT WIRD VORRANGIGES PRINZIP — p. 64-65:

    […] Die Darstellung von Mohammed, der die Extremisten unter den Gläubigen seiner Religion anprangert, ist eine Beleidigung aller Muslime. Der Terrorist muss ganz frei von Attributen sein, […]
    Wer die Zeichner von Charlie Hebdo jedes Mal der Islamophobie bezichtigt, wenn eine Figur einen Bart trägt, ist nicht bloß grundlos unredlich oder scheinheilig, […] Die Zeichnung eines alten Mannes bei einem pädophilen Akt bringt doch nicht alle alten Menschen in Verruf oder deutet an, dass alle alten Männer pädophil sind (auch nicht das Gegenteil).

    — VORSICHT UND FEIGHEIT IM DIENSTE DER ISLAMOPHOBIE — p. 73:

    Wer der Meinung ist, nur Imame und Gläubige dürften vom Koran, vom Propheten und von Gott sprechen, ohne der Islamophobie zu verfallen, der spielt den radikalsten Islamisten in die Hände. Wenn nur die Extremisten zu Wort kommen, reagieren die Menschen dann nicht mit verachtung des Islam?

    MÖGLICHE VARIANTEN EINES ERFOLGREICHEN KONZEPTS
    — WIE STEHT ES MIT DER JUDENPHOBIE? — p. 81:

    […] Kein Araber trägt auf unseren Zeichnungen eine muslimische Bekleidung, wenn wir einen Araber darstellen wollen, und kein Jude das Gewand eines Rabbiners, wenn wir einen Juden darstellen wollen. Es gibt zwischen Rassismus und Antisemitismus einerseits und der Kritik an religiösen Extremisten andererseits keine inhaltliche Übereinstimmung. Aber diese Auffassung durchzusetzen ist aussichtslos, denn die Erfinder der Islamophobie möchten unbedingt, dass die Islamophobie als antimuslimischer Rassismus anerkannt wird und dem Antisemitismus entspricht, diesem antijüdischen Rassismus.

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    Islam beleidigt

    13 Juni 2015 by

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    — Vom Beleidigt-werden und sich beleidigt fühlen —

    Shahadah_Badawii
    Beleidigt zu werden empfindet vermutlich niemand als angenehm. Man fühlt sich herabgesetzt, gekränkt, missachtet, … wer mag das schon. Es rührt an die Persönlichkeit, ans Selbstwertgefühl, das zu beachten man von seinen Mitmenschen in der gleichen Weise erwartet, wie man es bei diesen beachtet.
    Sich beleidigt zu fühlen ist eine subjektive Empfindung, die möglicherweise uns Menschen vorbehalten ist. Denkbar ist immerhin, dass auch einige höhere Tiere dieses Gefühl kennen.

    Bei leblosen Gegenständen schließen wir es aus, dass diese sich beleidigt fühlen könnten, ebenso bei Immateriellem wie Gedankengebäuden, Ideen, Abstraktionen, Ideologien, …
    So ist denn die Beleidigung zumindest in Deutschland zwar eine Straftat, jedoch handelt es sich um ein sogenanntes Antragsdelikt (der Beleidigte muss also Anzeige erstatten), wovon nur in wenigen, gesetzlich formulierten Ausnahmefällen abgewichen werden kann.

    Nicht zu verwechseln ist die Beleidigung mit der „Beschimpfung“[*], z.B. der Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen, was in Deutschland gemäß § 166 StGB zwar strafbewehrt, aber in der öffentlichen Debatte umstritten ist. Beschimpfen kann man alles und jeden; das Wissen um die Beschimpfung sowie eine Reaktion darauf ist seitens des Gegenstandes der Beschimpfung – anders als im Fall der Beleidigung – nicht erforderlich. Eine Beschimpfung kann im einfachsten Fall vielleicht eine bloße Unmutsbekundung sein.

    In anderen Kulturkreisen werden derlei Sachverhalte — zumindest offiziell — teils ganz anders gesehen und bewertet (mglw. wird zwischen „Beschimpfung“ und „Beleidigung“ dort nicht unterschieden). So erscheint es zum Beispiel möglich, ein bloßes Ideengebäude zu beleidigen, ohne dass das Ideengebäude imstande wäre, dies zu empfinden. Vermutlich ist es für den Straftatbestand der Beleidigung des Ideengebäudes dort hinreichend, wenn z.B. ein offizieller Vertreter des Staates, der sich mit dem Ideengebäude identifiziert oder darin den Grundpfeiler staatlicher und vielleicht auch individueller Macht sieht, durch Kritik an dem Ideengebäude provoziert fühlt und der Kritik nichts Adäquates entgegenzusetzen vermag, außerstande ist, sich sachlich und argumentativ mit ihr auseinanderzusetzen — sich selbst oder „den Staat“ durch die Kritik aber womöglich existenziell gefährdet sieht.

    Raif-Badawi_cut[…] dass Liberalismus grundsätzlich gegen alle Religionen sei, vor allem gegen den Islam. Man sprach über den Liberalismus, als sei er seinerseits eine Religion. Und genau hier liegt das Problem des oberflächlichen Verständnisses von Liberalismus im kollektiven Gedächtnis unserer Gesellschaft, die in einer Kultur des einspurigen Denkens erzogen wurde und lebt. […] Ein französischer Schriftsteller beschrieb das Konzept des Liberalismus einmal folgendermaßen:

    «Trotz seiner vielfältigen Bedeutungen, und trotz späterer Entwicklungen, die unsere Wahrnehmung von ihm nachhaltig beeinflusst haben mögen, lässt sich der Liberalismus auf folgende Schlüsselidee herunterbrechen: Die Menschheit hat das Erwachsenenalter erreicht und kann sich nun allein um ihre Angelegenheiten kümmern, ohne fremde Vormundschaft. Ein politisches System mit einem liberalen Ansatz steht der Fähigkeit des Menschen, Fortschritt durch Dialog und Korrigieren seiner Fehler zu erlangen, optimistisch gegenüber. …»

    […] Der heilige Koran ist ein großartiges Buch für die reine Anbetung des Herrn. Also sind menschengemachte Gesetze gesellschaftlich unentbehrlich. …

    […] Die größten Polemiker gegen den Liberalismus sind Islamisten und eine Handvoll westlicher Rechtsextremisten und europäische Reaktionäre …
    _____
    Raif Badawi: «1000 Peitschenhiebe — weil ich sage, was ich denke»; Kapitel „Ist Liberalismus eine Religion?“, Seite 33

    Derlei Worte — z.B. der Ruf nach Freiheits- und Menschenrechten, nach Rechtsstaatlichkeit — können reichen, um ein Ideengebäude, z.B. eine Religion, zu „beleidigen“, von der teils gebetsmühlenartig behauptet wird, sie sei eine „friedliche und tolerante“ Religion (freilich ohne darzulegen, worin die Friedfertigkeit und Toleranz zum Ausdruck kommt).

    Mit „Beleidigung“ ist in diesem Fall vermutlich gemeint, dass der totale Machtanspruch, für den diese Religion die ideologische Grundlage liefert, infrage gestellt wird.
    Über (den) Islam und dessen innere Verfasstheit sowie über seine Stärke legt es ein beredtes Zeugnis ab.

    _______

    [*] Im schweizerischen Strafgesetzbuch wird die Beleidigung zwar als „Beschimpfung“ bezeichnet, es handelt sich rechtlich jedoch um das, was in Deutschland, und auch in Österreich, die „Beleidigung“ ist.
    Beleidigung ist nicht nur mittels Beschimpfung (z.B. Verwendung von „Kraftausdrücken“) möglich, sondern z.B. auch mittels Lob. Dieses braucht nur in einem spöttischen Tonfall oder in einem von Spott begleiteten Kontext vorgetragen zu werden. Im Wikipedia-Artikel zur Beleidigung (beim Stichwort „Tatbestand“) heißt es:
    «Zu beachten ist dabei, dass nicht nur die Verwendung bekannter Fäkalbegriffe eine Beleidigung darstellen kann, sondern prinzipiell jede Äußerung, die geeignet ist, die Ehre eines Menschen zu verletzen.»
    Lob ist nach meinem Verständnis das Gegenteil von Beschimpfung, kann aber – siehe „Spott“ – dennoch sehr beleidigend sein.

    °:°

    islam-beleidigt

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    Herausforderung

    8 Januar 2015 by

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    Intro

    Zwei Aspekte von „Herausforderung“

    1.:
    Eine Religion oder sonstige Ideologie, die ihre Macht daraus schöpft, Menschen so zu prägen, dass sie sich mit einem übermächtigen „Vorbild“ völlig oder weitgehend identifizieren, dass sie also keine oder nur eine schwache eigenständige Persönlichkeit entwickeln, Menschen mithin so zu formen, dass sie den Herausforderungen durch Kritik, insbesondere Kritik am übermächtigen „Vorbild“, kaum oder gar nicht gewachsen sind, diese gar als existenzielle Bedrohung empfinden — eine solche Religion / Ideologie ist keine gute Grundlage für ein die Würde der Menschen achtendes Gemeinwesen.

    Kaaba-stone+CaF

    Siehe Mohammed in Bildern sowie Image Problem

    ~ ~ ~

    2.:
    Das Bekenntnis zum freiheitlichen, demokratischen Rechtsstaat beinhaltet immer auch das Bekenntnis zu dem Recht, Karikaturen zeichnen und veröffentlichen zu dürfen.

    Dieses Recht in Abrede stellen zu wollen darf als Herausforderung (Provokation) empfunden werden.

    .

    P.S.:
    Eine Religion kann man nicht beleidigen, und der Islam-Begründer ist schon lange tot; den kann man also ebenfalls nicht beleidigen.

    Eine Religion / Ideologie, die Angst und Schrecken verbreitet, verdient keinen Respekt, sondern Verachtung.

    Betrachte die Gegebenheiten in Gesellschaften, in denen islamische Gesetze gelten, Länder, in denen Islam Staatsreligion ist — wofür man Menschen, die aus diesem ideologischen Gefängnis nicht auszubrechen vermögen, nicht in Sippenhaftung nehmen kann und darf; (siehe oben).

    Aufrichtigkeit im Umgang auch mit den unangenehmen Aspekten des Islams (des Islams !) ist womöglich hilfreicher als ein ums andere Mal die These vom friedlichen und toleranten Islam herunterzubeten oder zu behaupten, dass «der Islam jede Gewalt anprangert».

    Die unangenehmen Aspekte des Islams gilt es zu überwinden. Dies kann am ehesten gelingen, wenn man sie klar benennt und beschreibt statt sie totzuschweigen oder zu leugnen.

    Mir geht es dabei nicht um Kulturkampf. Sehr wohl aber um das, was uns als Ergebnis der Europäischen Aufklärung erhaltenswert sein sollte.
    Das wurde von den Menschen einst gegen die Macht „der Religionen“ bzw. ihrer Stellvertreter errungen.

    Gesellschaften und Staaten mögen ihre Werte und Gesetze hochhalten, das ist legitim.
    Anderen diese Gesetze und Werte aufzwingen zu wollen, und sei es mittels Terror, ist es nicht.

    Die Grenzen des Rechts auf freie Meinungsäußerung mit Waffengewalt zu ziehen ist in freiheitlichen, demokratischen Rechtsstaaten keine allgemein anerkannte Methode.

    °:°

    Herausforderung_011

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    Der kleine Erpressungsversuch *

    7 September 2014 by

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    Man hört es noch manchmal, dieses Satzpaar:

    Wenn jemand einen Menschen tötet, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einem Menschen das Leben erhält, es so sein soll, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten.

    Das klingt moralisch sehr anspruchsvoll, und diejenigen, die diese Sätze zitieren, wissen zu sagen, dass es so im Koran geschrieben steht.
    In diesem Buch gibt es das Kapitel „Der Tisch“ (Al-Ma’idah), ein allgemeiner Begriff, den man nicht leicht in irgendeinen Zusammenhang mit o.a. Zitat bringt.

    Mohammed führt Hamza und die Muslime gegen Banu Qaynuqa’.

    Mohammed führt Hamza und die Muslime gegen Banu Qaynuqa’.

    Die ersten Absätze des Kapitels lesen sich wie ein Sammelsurium aus Verhaltensregeln zum alltäglichen Leben:
    Reinheitsgebote, Essensvorschriften, Umgangsformen, Freiheitsrechte wie «Alle guten Dinge sind euch erlaubt» (Vers 4) und dergleichen mehr; aber auch einem kleinen Erpressungsversuch*, der zur Geldzahlung – zwecks Sündenvergebung und Paradiesversprechen – auffordert (Vers 12), was manch einem vielleicht gar zu plump erscheint, um sich darauf einzulassen, und dann dagegen rebelliert.

    Insgesamt erwecken die Sätze den Eindruck einer letzten Rede oder Abschiedsrede an einen kleinen Kreis an einem Tisch sitzender enger Freunde oder Gefolgsleute von jemandem, der ahnt, dass es mit ihm zu Ende geht. Gegen Ende des Kapitels (Vers 112 ff) ist von diesem Möbelstück in einem anderen Zusammenhang die Rede.

    Einige der Sätze könnten aus dem Alten Testament stammen [1], nehmen sie doch Bezug zu den „Kindern Israels“. So auch besagter Satz, der gern zitiert wird, um einen hohen moralischen Anspruch des Korans bzw. des Islams zu etablieren.

    Tatsächlich beginnt o.a. Satz mit den Worten „Deshalb haben wir den Kindern Israels verordnet, dass …“, was beim Zitieren allerdings gern weggelassen wird. Denn diese Eingangsworte belegen, an wen [2] die Ermahnung gerichtet ist — und an wen nicht, wofür man heute lebende Menschen egal welcher Herkunft oder welcher Weltanschauung nicht verantwortlich machen kann, da sie den Text nicht verfasst haben.

    Pikant liest sich der unmittelbar darauf folgende Vers, durch den das vorangegangene Gebot – allerdings nur scheinbar – aufgehoben wird, ist dort doch von Töten, von Kreuzigen sowie vom Abschlagen der Hände und Füße und von Vertreibung die Rede.

    Danach geht es weiter mit dem oben bereits erwähnten, stellenweise in antijüdische Hetze ausartenden Sammelsurium, welches den Eindruck erwecken kann, den schon Voltaire bei der Lektüre des Korans hatte und in die Worte fasste, dass es sich um ein Buch handle, das „bei jeder Seite den gesunden Menschenverstand erbeben lässt“.

    Abschließend die beiden vollständigen Verse aus dem Koran, Sure 5, die im Zusammenhang mit dem Erpessungsversuch aus Vers 12 (siehe oben) sowie einigen historischen Hintergründen in einem ganz anderen Licht erscheinen:

    Deshalb haben Wir den Kindern Israels verordnet, daß, wenn jemand einen Menschen tötet, ohne daß dieser einen Mord begangen hätte, oder ohne daß ein Unheil im Lande geschehen wäre, es so sein soll, als hätte er die ganze Menschheit getötet; und wenn jemand einem Menschen das Leben erhält, es so sein soll, als hätte er der ganzen Menschheit das Leben erhalten. Und Unsere Gesandten kamen mit deutlichen Zeichen zu ihnen; dennoch, selbst danach begingen viele von ihnen Ausschreitungen im Land. [5:32]

    Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, daß sie getötet oder gekreuzigt werden oder daß ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder daß sie aus dem Lande vertrieben werden. Das wird für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil. [5:33]

    _____

    [1] Quellenangabe: http://www.regina-berlinghof.de/faz77-Koran+Mischna.htm

    In der mündlich überlieferten Bibelauslegung, die im 2. Jahrhundert unserer Zeitrechnung in der „Mischna“ schriftlich niedergelegt wurde, findet sich im Kapitel Sanhedrin folgende Stelle:

    „Denn jeder, der eine Seele Israels tötet, der gelte nach der Schrift wie einer, der eine ganze Welt getötet hat. Und jeder, der das Leben einer Seele Israels rettet, der gelte nach der Schrift wie einer, der eine ganze Welt gerettet hat.“

    Mit dem Gewicht dieser Sätze sollten Zeugen im Strafprozeß eindringlich zur Wahrheit angehalten werden.

    [2] Artikel zum Verständnis historischer Zusammenhänge, die im Koran nicht aufgezeigt werden.

    * Die große Erpressung im Islam ist die Androhung der Todesstrafe bei Apostasie — siehe Das Islam-Prinzip, Kapitel 3, 6. Todesstrafe bei Abfall vom Glauben (bei Apostasie), sowie das Stichwort „Ehrenmord“ in Marginalien & Zitate

    °:°

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    Kein Zwang im Glauben ?

    5 September 2014 by

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    „Es gibt keinen Zwang im Glauben“ ist ein gern zitierter Satz, um die vermeintliche Toleranz des Islams in Glaubensfragen darzustellen oder zu untermauern. Auf eine genaue Quellenangabe wird dabei oft verzichtet, und auch der Zusammenhang des Satzes wird meist nicht näher erläutert.
    2_256_256
    In einer anderen Übersetzung lautet dieser Satz „Es soll kein Zwang sein im Glauben“ (Ahmadiyya, PDF-Seite 47, dort Vers 257).
    „Es soll nicht“ bedeutet allerdings längst nicht „es darf nicht“ oder „es gibt nicht“.

    Obendrein wird beim gedanklichen wie auch beim lautlichen Sprechen des Satzes die Betonung intuitiv eher auf die Wörter «kein Zwang» gelegt:
    „Es gibt keinen Zwang im Glauben“.

    Wenn man jedoch die Betonung auf das Wort «im» legt, assoziiert man mit dem Satz evtl. etwas ganz anderes:
    „Es gibt keinen Zwang im Glauben“.
    Außerhalb des Glaubens aber womöglich durchaus.

    Sofern man in diesem Glauben, in dieser Religion lebt, damit aufgewachsen ist und nie Vergleiche angestellt hat, oder sich freiwillig dort hineinbegeben hat, dann empfindet man manches vermutlich gar nicht als Zwang — was von einem Außenstehenden jedoch ganz anders, vielleicht sogar gegenteilig wahrgenommen oder empfunden wird.

    In der Wikipedia gibt es zu diesem Koran-Vers (Sure 2:256) einen ausführlichen Artikel, in dem mehrere Beispiele aufgeführt sind, wie dieser Satz im historischen Kontext zu verstehen sei.

    Den Zwang außerhalb bzw. jenseits des Glaubens kennen z.B. Apostaten des Islams – denn auf Apostasie (Abfall vom Glauben, arab. Ridda) steht nach islamischem Recht auch heutzutage die Todesstrafe, wie sie in mehreren Ländern, in denen Islam Staatsreligion ist bzw. in denen islamische Gesetze gelten, an Glaubensabtrünnigen vollstreckt wird.

    Die Absicht, mit diesem einen Satz aus Sure 2 Vers 256 des Korans eine Toleranz des Islams allgemein oder in Glaubensfragen herzuleiten oder zu belegen, gerät angesichts der drohenden Todesstrafe für Apostaten gemäß islamischem Recht zu blankem Hohn.

    °:°

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    Der Grund

    27 August 2014 by

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    Start-Zitate_01

    * * *

    Jeder soll glauben, wozu er lustig ist.

    ~ ~

    Sobald Menschen anfangen,
    ihre außerhalb rationaler Erkenntnis befindlichen Glaubenssätze
    absolut zu setzen und auch noch mit Strafnormen zu versehen,
    wird es gefährlich.

    _________________________//_________________________

    Ungeklärtes Verhältnis zur Gewalt ?

    2 August 2014 by

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    Bisweilen wird gesagt, der Islam habe ein „ungeklärtes Verhältnis zur Gewalt“.

    Nun ist es allerdings so, dass in sehr vielen Koranversen zu Gewalttätigkeiten aufgerufen wird – und zwar nicht narrativ (erzählend), sondern imperativ (unmissverständlich fordernd) -, und dass sowohl die grundlegende Schrift aller Islame, der Koran, wie auch islamische Gesetze – auch in der Tradition des Islam-Begründers Mohammed – diese Gewalt legitimieren.

    Gewalt und Gewalttätigkeiten sind manifestierende und bestimmende, integrale Bestandteile des Islams.

    Damit ist das Verhältnis des Islams zur Gewalt geklärt:
    Islam ohne Gewalt wäre – ganz bildlich – wie ein Luftballon ohne Luft.

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    Allenfalls stellt sich die Frage, ob es gerechtfertigt sein kann, jene Koranverse und islamischen Gesetze, in denen zu Gewalttätigkeitenluftballon_voll_rgb aufgerufen bzw. Gewalttätigkeit gefordert oder Gewalt legitimiert wird, heutzutage für unislamisch zu erklären.

    °:°

    Ungeklärtes-Verhältnis-zur-Gewalt_b01

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