Marginalien & Zitate

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Atheismus
Der Atheismus – im engeren Sinne die Überzeugung, dass es keinen Gott bzw. keine Götter gibt – definiert oder erhebt „aus sich heraus“ keinen Machtanspruch.
Er leugnet aber, ohne die Anarchie zu befürworten oder zu fordern, den direkten oder indirekten Machtanspruch von Göttinnen und Göttern oder deren irdischen Stellvertretern; vgl. Kant – Aufklärung:

Daß der bei weitem größte Teil der Menschen […] den Schritt zur Mündigkeit, außer dem daß er beschwerlich ist, auch für sehr gefährlich halte, dafür sorgen schon jene Vormünder, die die Oberaufsicht über sie gütigst auf sich genommen haben.

Militante Atheisten hingegen versuchen bisweilen, ihre Sichtweise zu einer „Wahrheit“ zu erheben, die sie anderen ggf. aufzwingen möchten – statt jeden glauben zu lassen was er will oder nicht will – formulieren also nur eine Art Ersatz-Religion, wollen vielleicht selber ein wenig „Gott“ sein und laufen damit dem Atheismus zuwider.

Tyrannen, Despoten und Diktatoren konnten und können ihren Machtanspruch und ihre Gewaltherrschaft also nicht „atheistisch“ begründen oder gar legitimieren, sondern müssen sich zur Rechtfertigung stets anderer ideologischer Grundlagen oder aber ihres persönlichen Machtstrebens bedienen (siehe das Zitat auf der Startseite dieser Website sowie die Sekten-Checkliste).

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Autorität

Autorität bedarf zu ihrer Erhaltung und Sicherung des Respekts entweder vor der Person oder dem Amt.
Ihr gefährlichster Gegner ist nicht Feindschaft, sondern Verachtung, und was sie am sichersten unterminiert ist das Lachen.

Hannah Arendt

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Blasphemie
Von Allah, aber auch von anderen Göttern, wird behauptet, sie seien “allmächtig”.
Auf Blasphemie / Gotteslästerung steht in einigen Ländern die Todesstrafe. Diese wird allerdings nicht von Göttern vollstreckt, sondern von Menschen — die damit ihrem angeblich allmächtigen Gott womöglich die Eigenschaft absprechen, allmächtig zu sein, und sich damit gemäß ihrer eigenen Maßgaben selbst der Blasphemie in schlimmster Weise schuldig machen.
Wenn Allah oder “Gott” die Blasphemie für ein todeswürdiges Verbrechen halten würde, sollte er in der Lage sein, das Todesurteil selber zu vollstrecken.
Es ist allerdings nicht überliefert, dass Allah oder “Gott” es jemals in einem Fall von Blasphemie höchstselbst geschafft hätte, auch nur Anzeige zu erstatten (siehe “Antragsdelikt”).
Kann Allah oder “Gott” das nicht, obwohl ihm zugeschrieben wird, “allmächtig” zu sein ?

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Burqa
Islamische Ganzkörperverhüllungen wie z.B. die Burqa, aber auch bereits das islamische Kopftuch, werden von vielen Menschen unterschwellig möglicherweise als Symbole einer totalitären, allgemein menschenfeindlichen und insbesondere frauenfeindlichen, religiöse Diktatur repräsentierenden Ideologie wahrgenommen.

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Ehrenmord
Insbesondere jungen Frauen aus islamischen Familien, die in nicht-islamischen Ländern leben und dort einen nicht-islamischen Lebensstil pflegen, wird diese als unislamisch gebrandmarkte Lebensweise bisweilen zum Vorwurf gemacht.
Die unislamische Lebensweise kann als „Abfall vom islamischen Glauben“ (Apostasie) gedeutet werden. Auf Apostasie aber steht nach islamischem Recht die Todesstrafe (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Ridda).

Die Todesstrafe ist z.B. in Deutschland aus guten Gründen gemäß Verfassung abgeschafft (Artikel 102 GG) — denn die Todesstrafe ist keine Strafe, sondern folgt einem aus Hass geborenen Rache­gedanken, der dem Verurteilten keine Möglichkeit auf Wiedergutmachung oder Resozialisierung einräumt. Die Vollstreckung eines Todesurteils ist ein aus Hass geborener Racheakt und läuft dem Gedanken der Strafe zuwider.

Um das im Islam geforderte Todesurteil bei Apostasie – selbst in Deutschland – vollstrecken zu können, greifen Familienangehörige in einem Akt der Selbstjustiz manchmal zum Mittel des sogenannten „Ehrenmordes“ — ein Euphemismus für die islamrechtliche Todesstrafe für Apostaten.

Die islamrechtliche Todesstrafe dürfen Muslime nicht ohne weiteres kritisieren, denn Kritik am Islam oder seinen Rechtsgrundsätzen könnte ihnen als Abfall vom islamischen Glauben (Apostasie) vorgeworfen werden. Auf Apostasie aber steht nach islamischem Recht die Todesstrafe.

Dieses Rechtsverständnis und diese menschenrechtswidrige Rechtspraxis zu ändern könnte und sollte Aufgabe von islamischen Rechtsgelehrten und Geistlichen sein.

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Erwartungen

Kinder wachsen den Erwartungen der Erwachsenen entgegen, …

… leider auch den schlechten.

Nach ‚Der Spiegel‘ Nr. 39/2013: „Du Psycho!“

Kinder wachsen den Erwartungen der Erwachsenen entgegen, …

… auch den guten.

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Exegese
Die Kunst der Exegese (Auslegung) besteht darin, in einen Text etwas hineinzudeuten, das in dem Text gar nicht geschrieben steht. Besonderen Eindruck macht es, wenn man sich dabei auf ältere Exegeten aus der Vergangenheit beruft, denen man tunlichst eine gewisse „Autorität“ zuschreibt – auch, weil die sich womöglich auf noch ältere Exegeten berufen haben, denen man noch mehr „Autorität“ zuschreibt oder zutraut.

Ist man mit dem Hineindeuten und Auslegen fertig und liest den Ausgangstext nochmals, stellt man fest, dass sich darin – trotz aller (Um-)Deutungsversuche – nichts geändert hat: Die Buchstaben stehen noch immer in der selben Reihenfolge, der Inhalt ist der gleiche geblieben. Aber man hat das Geschriebene / Gelesene mit dem Hineingedeuteten mglw. zu einem untrennbaren Brei verbunden und vermag beides nicht mehr zu unterscheiden.

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Frauen, Öffentlichkeit und Bildung

Es ist nicht aus der Tradition des Islams erwachsen, Frauen den Zugang zu Bildung und öffentlicher Arbeit zu gewähren.

Zitiert nach Selin Yesil

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Freiheitsbewegungen

Es gibt in der Geschichte kein einziges Beispiel von einer Freiheitsbewegung, die sich erfolgreich in eine Regierungspartei in einem demokratischen Staat gewandelt hat.

Zitiert nach Mamphela Ramphele, Südafrika
http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/mamphela-ramphele-gleiches-recht-fuer-alle-12013190.html

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Glaube
Im „Glauben“ spiegelt sich vielleicht nur die Sehnsucht nach Geborgenheit wider.

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Glauben; gemeinsam glauben
Juden, Christen und Muslime behaupten bisweilen von sich selbst, dass sie an den ‚einen‚ Gott glauben.
Wenn dem so ist, warum gründen sie dann nicht eine neue, gemeinsame Religion und glauben ganz friedlich zusammen ?
Geht es möglicherweise gar nicht um’s Glauben, sondern um Dünkel, um einen religiös ‚gerechtfertigten‘ Überlegenheitsanspruch (… meiner ist aber größer!) ?

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Gott
Ein — imaginierter und (deshalb ?) unsterblicher — Gott als oberste Autorität oder Instanz und gewissermaßen Führungsfigur einer Gemeinschaft birgt gegenüber anderen höchsten Instanzen den Vorteil, dass er von Generation zu Generation weitergegeben wird, weiter oberste Autorität und Instanz der Gemeinschaft ist und so den Zusammenhalt der Gemeinschaft über viele Generationen, ja sogar über Jahrhunderte und Jahrtausende gewährleisten kann.

Im Fall des Judentums hat sich diese Funktion Gottes selbst — oder vor allem — in der Diaspora bewährt.

Ungeachtet dessen können Götter mächtig daneben liegen, wie im Artikel Rassismusforschung in der Tora thematisiert. Dort hat ein Gott zufällig jenes Volk zum „auserwählten Volk“ auserkoren und bestimmt, dessen Gott er ist (auserwählt zu was und wofür auch immer). Oder wie im Koran, wo Muslime von ihrem Gott zur „besten Gemeinde, die für die Menschen entstand“ erklärt werden (Sure 3 Vers 110).

Derlei liegt aber in der Natur von uns Menschen, die wir uns diese Götter samt der schönen oder schaurigen Geschichten drumherum erschaffen haben.

Bis hin zu Schillers „alle Menschen werden Brüder“ ist es also noch ein weiter Weg.

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Gott – Engel – Teufel
» Sinnbilder

Wenn man Gott – oder Göttinnen und Götter – wie auch Engel und Teufel als bloße Sinnbilder von etwas versteht, das uns Menschen innewohnt (z.B. als Emotionen, Seelenzustände …), dann erübrigt sich die Suche danach in den Weiten des Universums.

» Gott als Sinnbild für das Schöpferische
» Engel als Sinnbild für das Gute
» Teufel (und „gefallene Engel“) als Sinnbild für das Negative, Zerstörerische, sozial Unverträgliche …

Damit verliert die Instrumentalisierung „Gottes“ als Machtfaktor ihren Sinn.

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Heiligkeit

Es ist üblich und alter Brauch, Erzählungen, die zum größten Teil erlogen und erdichtet sind, mit dem Mäntelchen der Religion und der Heiligkeit zu umkleiden, auf dass den menschlichen Betrug die Vorstellung von einer Gottheit decke.

Francesco Petrarca; (1304-1374) zitiert lt. http://hpd.de/node/2410

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Heiliger Krieg
Ab wann kann ein Krieg als „Heiliger Krieg“ gelten,
und bis wohin ist es ein schmutziger Krieg ?

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Islam annehmen ?
Menschen, die zum Islam konvertiert sind, berichten gern und vielleicht auch mit einem gewissen Stolz oder mit (Selbst-)Zufriedenheit, sie hätten den Islam angenommen.
Islam bedeutet jedoch nicht Annahme / Akzeptanz, ja nicht einmal Duldung / Toleranz, sondern Unterwerfung.
Folglich nehmen Konvertiten den Islam nicht an, akzeptieren ihn also nicht, sondern sie unterwerfen sich dem Islam.

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Islamophobie — Kritikophobie
Über Islamophobie wird viel geredet und geschrieben.
Gibt es auch eine Kritikophobie ?
Und ist diese mglw. Ausweis eines kritikerfeindlichen „Rassismus“ ?
Ich finde, die Kritik an totalitären Ideologien und „ganzheitlichen“ Religionen gehört zu Deutschland, zu Europa und zur Menschheit !

Oder :
Je näher jemand totalitärem Gedankengut steht, mit totalitären Ideologien sympathisiert, diese gar in konkretes Handeln umsetzt, desto ferner ist er der Aufklärung.
Die großen und kleinen Diktatoren vergangener Zeiten wie auch der Gegenwart und deren Helferlein …

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Kinder

Kinder wachsen den Erwartungen der Erwachsenen entgegen, …

… leider auch den schlechten.

Nach ‚Der Spiegel‘ Nr. 39/2013: „Du Psycho!“

Kinder wachsen den Erwartungen der Erwachsenen entgegen, …
… auch den guten.

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Kopftuch
Islamische Ganzkörperverhüllungen wie z.B. die Burqa, aber auch bereits das islamische Kopftuch, werden von vielen Menschen unterschwellig möglicherweise als Symbole einer totalitären, allgemein menschenfeindlichen und insbesondere frauenfeindlichen, religiöse Diktatur repräsentierenden Ideologie wahrgenommen.

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Macht
Die hinterm Spiegel sieht man nicht, sie halten aber die Fäden in der Hand, flüstern den Menschen bisweilen einen hanebüchenen Blödsinn ein, instrumentalisieren die Ängste und Hoffnungen der Menschen und denken sich „Nun glaubt mal schön !; es ist besser ([für euch] FÜR UNS), wenn ihr nicht wisst“.
Denn es geht um Einfluss, um Macht und um Geld.
Macht aber sucht das Vakuum, füllt es, wo immer sich die Notwendigkeit ergibt.

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Moral
Moral ohne göttliche Rechtfertigung entspricht innerer Überzeugung und erscheint authentisch.
Moral mit göttlicher Rechtfertigung erscheint aufgesetzt und unglaubwürdig.

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Opium des Volkes

Karl Marx hielt die Religion für das ‚Opium des Volkes‘.
Heute wissen wir:
Sie sind weniger ein Beruhigungsmittel, um die Härten des Lebens zu ertragen, sondern das Aufputschmittel der Völker — bestens geeignet, die Menschen gegeneinander aufzuhetzen.

Robert Misik: «Gott behüte! – Warum wir die Religion aus der Politik raushalten müssen»

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Politischer Islam
Um eine Vorstellung davon zu bekommen, was Islam und was politischer Islam ist, sollte man sich die Gegebenheiten in Ländern anschauen, in denen Islam Staatsreligion ist bzw. in denen islamische Gesetze gelten – jenseits theoretischer Überlegungen oder teils abwertender, teils beschönigender Beschreibungen.

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Reformation
Diktaturen oder totalitäre Ideologien kann man nicht „reformieren“ — man kann sie nur überwinden.

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Religion & Identität
Für viele Menschen ist „ihre“ Religion ein Teil ihrer Identität; ihnen diese ersatzlos zu nehmen ließe sie in ein tiefes, substanzloses Loch fallen.

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Respekt

I don’t respect your beliefs and I don’t care if you’re offended.

Pat Condell; [ + ]

» Gleichwohl akzeptiere ich es als gegeben, wenn jemand gläubig ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich die Inhalte seines Glaubens respektiere oder gar akzeptiere.
Respekt kann man sich erarbeiten, man kann Respekt erwerben; einfordern sollte man ihn nicht.

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Selbstgenügsamkeit
Einem selbstgenügsamen Menschen reicht es, Macht über sich selbst zu haben.

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Todesstrafe
Die Todesstrafe ist keine Strafe, sondern folgt einem aus Hass geborenen Rache­gedanken, der dem Verurteilten keine Möglichkeit auf Wiedergutmachung oder Resozialisierung einräumt.
Die Vollstreckung eines Todesurteils ist ein aus Hass geborener Racheakt und läuft dem Gedanken der Strafe zuwider.

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Toleranz
Toleranz — Duldung — bringt m.E. zum Ausdruck, dass man jemandem jene Achtung und Wertschätzung versagt, die Ausdruck des Respekts vor der Würde jedes Menschen sein sollte.

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Überlegenheitsanspruch
Wohl allen Religionen gemein sind die Bestrebungen zur Unterdrückung von Bildung und Emanzipation …
… denn Wissen steht dem Glauben entgegen.
Es geht um Überlegenheitsansprüche.
Religionen — und andere Ideologien — sind dabei nur Mittel zum Zweck, Ideengebäude, deren Erfinder, Träger, Nutznießer oder Leidtragende jeweils Menschen sind.

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Unislamisch
Vielleicht sollte man jene Koranverse und islamischen Gesetze, in denen zu Gewalttätigkeiten aufgerufen bzw. Gewalttätigkeit gefordert oder Gewalt legitimiert wird, für unislamisch erklären.

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Unterwerfung
Wer sich unterwirft, der erniedrigt sich selbst.
Wer unterworfen wird, der wird erniedrigt.
In Österreich gab’s mal einen Schriftsteller namens Leopold Ritter von Sacher-Masoch (1836-1895).
Nach ihm ist der Masochismus benannt …

Wer sich unterwirft, der erniedrigt sich selbst.
Islam ist … ?

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Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Soll man Islamophobie als Verbrechen gegen die Menschlichkeit betrachten ?
Eher kann man Islam als Verbrechen gegen die Menschlichkeit betrachten.

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Wahn und Wahrheit

Einen Wahn [zu] verlieren macht weiser als eine Wahrheit [zu] finden!

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Losing a delusion makes you wiser than finding a truth!

Ludwig Börne; 1786-1837

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« Die Wahrheit »
Wer die Wahrheit weiß, kennt alles, was ihm bislang verborgen war.

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Eckhardt Kiwitt
Pfalzgrafstr. 5
D – 85356 FREISING

qs72@gmx.net

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2 Antworten to “Marginalien & Zitate”

  1. Religionsfreiheitsphobie | PI - München Says:

    […] — Shintoismusphobie — Zoroastrismusphobie — Gottlosigkeitsphobie (Atheisimusphobie) — Apostasiephobie — Religionsfreiheitsphobie […]

  2. Die eigenen Götter | PI - München Says:

    […] Hannah Arendt […]

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