Archive for the ‘Allgemein’ Category

Missverstandene Religionsfreiheit

11 Juli 2017

Religionsfreiheit ist ein umstrittener Begriff. In manchen Ländern hat sie weitreichende Gültigkeit und ist gesetzlich oder verfassungsrechtlich garantiert; manch einer weiß mit dem Begriff möglicherweise nichts anzufangen, da er sich ein Leben ohne seine Religion nicht vorstellen mag.

1.: In Deutschland ist die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses gemäß GG Artikel 4 Satz 1 unverletzlich.

2.: Darüberhinaus wird die ungestörte Religionsausübung gemäß GG Artikel 4 Satz 2 gewährleistet.

Zum Verständnis dieser beiden Sätze und Sachverhalte ein paar Worte:

Zu 1.: Ich unterscheide zwischen

  • dem Glauben;
  • dem öffentlichen Bekenntnis zu diesem Glauben;
  • dem Zurschaustellen des Bekenntnisses durch Zeigen von Symbolen;
  • dem Ausführen von Handlungen im Rahmen der Religionsausübung.
  • Die Freiheit des Glaubens ist selbstverständlich in jedem Fall unverletzlich, da das Glauben in unseren Köpfen stattfindet, und es anderen Menschen gar nicht möglich ist, zu wissen, was jemand glaubt, solange er sich dazu nicht äußert. Man kann es sich z.B. daheim auf dem Sofa bequem machen und etwas glauben, ohne dass andere davon etwas erfahren.

    Die Unverletzlichkeit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses ist zwar lt. GG Artikel 4 Satz 1 gegeben. Dies schließt jedoch nicht in jedem Fall aus, dass jemandem wegen seines (religiösen oder) weltanschaulichen Bekenntnisses Nachteile entstehen können.

    Nehmen wir an, ein Jurist, z.B. ein Richter in Deutschland am Verfassungsgericht, bekennt sich öffentlich dazu, dass er glaubt, dass es den Holocaust, jenen staatlich organisierten Massenmord während des Dritten Reiches, nicht gegeben hätte. Ob dieser Jurist / Richter am Verfassungsgericht tragbar ist, sei dahingestellt. M.E. ist er es nicht, auch wenn er selbstverständlich glauben darf, was er will. Er würde nach meinem Verständnis die weltanschauliche Neutralität des Gerichts diskreditieren.

    Würde dieser Richter sein weltanschauliches Bekenntnis dadurch untermauern und zum Ausdruck bringen, dass er in hochglanzpolierten Springerstiefeln mit weißen Schnürsenkeln zum Dienst erscheint oder während einer Gerichtsverhandlung in solchem Schuhwerk auftritt, wäre er in seinem Amt wahrscheinlich untragbar. Gleiches gilt, wenn er z.B. mit einem Roten Stern mit Hammer und Sichel am Revers als Richter an einer Gerichtsverhandlung teilnehmen wollte. Durch das Zeigen solcher Symbole würde er aus meiner Sicht die weltanschauliche Neutralität des Gerichts sowie das dem Gericht entgegengebrachte Vertrauen in dessen Unabhängigkeit untergraben.

    Im Übrigen gibt es für einige Berufe eine Anzugsordnung.

    Würde dieser Richter über sein bloßes Bekenntnis hinaus leugnen, dass es den Holcaust während des Dritten Reiches gegeben hat, würde er sich in Deutschland und in mehreren anderen Ländern strafbar machen.

    Zu 2.: Ungestörte oder uneingeschränkte Religionsausübung

    Das Recht der ungestörten Religionsausübung bezieht sich nach meinem Verständnis darauf, religiöse oder religiös begleitete Veranstaltungen oder Riten ohne Störung von außen abhalten zu dürfen, also z.B.

  • Initiationsriten wie Taufe
  • Gottesdienst
  • Beichte
  • Gebet
  • Prozession
  • Begräbnis
  • solange während dieser keine Straftaten begangen oder zu Begehung von Straftaten aufgefordert wird.

    Das Begehen von Straftaten als religiösem oder religiös deklariertem Ritus ist m.E. durch die Gewährleistung dieses Grundrechts nicht gedeckt — im Gegenteil. Sollten Exekutivorgane davon Kenntnis erlangen, werden sie in einem solchen Fall die Religionsausübung vermutlich nicht nur stören, sondern unterbinden.

    Nach meinem Verständnis sind also weder die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses noch die ungestörte Religionsausübung — vulgo Religionsfreiheit — grenzenlos.

    Die Zulässigkeit der Beschneidung des männlichen Kindes gemäß BGB § 1631d, also des Zufügens einer irreversiblen Körperverletzung, ist nach meiner Einschätzung einer gesellschaftspolitischen Abwägung geschuldet.

    __ ~ ~ ~ __

    Zuweilen wird in Deutschland, aber auch in anderen Ländern, darüber debattiert und gestritten, ob das Tragen religöser Symbole z.B. in Gerichtssälen erlaubt sein soll oder nicht.
    Insbesondere geht es in diesen Debatten und Rechtsstreitigkeiten darum, ob es einer Frau in staatlicher Funktion erlaubt sein soll, z.B. während einer Gerichtsverhandlung, an der sie als Rechtsreferendarin teilnimmt, ein Kopftuch als Ausdruck ihrer Religionszugehörigkeit bzw. ihres religiösen Bekenntnisses zu tragen.

    Argumentiert wird in solchen Fällen u.a., dass man einen Menschen, der seine Religionszugehörigkeit oder sein religiöses Bekenntnis nicht symbolisch zur Schau stellen darf, zum Berufsverbot verurteilt.

    Nicht nur, dass manch einer, der in einem solchen Fall unter Hinweis auf die Religionsfreiheit von „Berufsverbot“ schreibt oder spricht, Partei für ein despotisches System ergreift in dem es keine Religionsfreiheit gibt, für ein System, dessen „religiöse“ Gesetze und Vorschriften häufig mit den in unserer Verfassung garantierten Grundrechten sowie mit mehreren Menschenrechten kollidieren, und in dem auf Apostasie auch heutzutage noch die Todesstrafe steht, die in Deutschland gemäß GG Artikel 102 verfassungswidrig ist (ungeachtet, in welchen Ländern Urteile aufgrund dieses „religiösen“ Gesetzes gesprochen oder vollstreckt werden: es ist gültiges islamisches Gesetz). Er verkennt auch, dass von einem Berufsverbot gar nicht die Rede sein kann — denn jemand, der seine Religionszugehörigkeit durch das Zeigen von Symbolen zur Schau stellen möchte, droht in Deutschland kein Berufsverbot von staatlicher Seite. Lediglich das Zurschaustellen der Religionszugehörigkeit oder des religiösen Bekenntnisses mittels eines Symbols wird während der Berufsausübung untersagt, aber nicht die Berufsausübung als solche. Zumal dieses Zurschaustellen für die Berufsausübung nicht erforderlich ist und mit dieser in keinem sachlichen Zusammenhang steht. Im Gegenteil würde dadurch in diesem konkreten Fall die weltanschauliche Neutralität des Gerichts sowie das dem Gericht entgegengebrachte Vertrauen in dessen Unabhängigkeit untergraben.

    Auch die Religionsfreiheit — siehe oben, sowie den GG Artikel 140 — wird dadurch nicht versagt, dass in etlichen Berufen während der Berufsausübung — Stichwort Anzugsordnung — ein bestimmter Dresscode vorgeschrieben sein kann. Dies betrifft nicht nur Richter oder Rechtsreferendarinnen, sondern z.B. auch Polizeibeamte, Soldaten, Feuerwehrleute, Bedienstete in Krankenhäusern wie z.B. Chirurgen und einige mehr, die während der Berufsausübung ihre Individualität zugunsten einer Gruppe oder eines Verbandes zurückstecken müssen.
    Es ist nach meinem Verständnis umgekehrt so, dass jemand, der (als Demonstration eines Machtanspruchs?) darauf beharrt, seine Religionszugehörigkeit bzw. sein religiöses Bekenntnis durch das Zeigen von Symbolen überall und jederzeit herauszustellen, sich selbst u.U. ausgrenzt — sich selbst diskriminiert — und sich ggf. selbst von der Berufsausübung ausschließt, wenn er auf das Zeigen dieser Symbole nicht verzichten will.

    Es steht jedem frei, die tatsächlichen oder vermeintlichen Gesetze seiner Religion im privaten Bereich zu beachten und zu befolgen. Diese Gesetze jenseits des privaten Bereichs über die Gesetze des Staates zu stellen — und damit den Staat womöglich untergraben zu wollen —, ist durch die Religionsfreiheit nicht legitimiert.

    __ ~ ~ ~ __

    Abschließend eine Anmerkung, auch wenn diese falsch verstanden werden könnte:

    Ob in Europa bislang — mit Verweis auf die Religionsfreiheit — jemals eine Forderung erhoben wurde, während einer Gerichtsverhandlung eines der fünf täglichen islamischen Pflichtgebete sprechen zu dürfen, inclusive Ausrollen eines Gebetsteppichs im Gerichtssaal und vielleicht sogar bewaffnet, wie es der Koran in Sure 4 Vers 102 „vorschlägt“, ist nicht überliefert.

    _____

    Ergänzend:

  • Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts:
    Eilantrag gegen Kopftuchverbot für Referendarinnen …
  • sowie

  • Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts:
    Verfahren über die Verfassungsbeschwerde
  • Unvereinbarkeit islamischer Gesetze und Vorschriften
    mit den Grundrechten gemäß Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland anhand von vier Beispielen

  • Bild oben:
    Ausriss aus dem Titelblatt der „Short Declaration of the Mystery of Iniquity“ (Eine kurze Erklärung des Geheimnisses der Ungerechtigkeit), einer Forderung nach Religionsfreiheit aus dem 17. Jhdt. von Thomas Helwys.

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    Interpretationsmöglichkeiten! — oder ein wenig Augenwischerei?

    17 September 2016

    _____ „Sehen Sie, das ist Islam.“ _____

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    Ein paar einleitende kurze Worte zum Begriff „Interpretation“:

    In dem Bild oben eine Gruppe Augen zu sehen, die einen anschauen oder anstarren, mag einer Sehgewohnheit, einer Täuschung oder einer Wunschvorstellung entsprechen, eine Interpretation ist es nicht, denn eine Auslegung, Übersetzung oder Erklärung seitens des Betrachters im Sinne des Begriffs „Interpretation“, oder auch eine Deutung, findet nicht statt.

    In dem Bild die Schwanzfedern eines Pfaus wahrzunehmen, wäre ebenfalls keine Interpretation, sondern allenfalls eine Assoziation, oder einfach das Erkennen eines (bekannten) Musters.

    * *

    Frage [*]: Ist es zulässig, dass Frauen nur die Hälfte erben, wie es die Scharia vorsieht?

    MR: Das sind Regelungen, die sich unmittelbar aus dem Koran ergeben. Bei deren Auslegung wird erläutert, dass die Männer mehr bekommen, weil nur sie eine Brautgabe finanzieren müssen und nur sie Familienunterhalt leisten. […] Ein Imam aus Bayern hat geschrieben, dass die islamische Lösung in Deutschland heißt: gleiche Erbteile. Sie sehen, was das islamische Recht an Interpretationsmöglichkeiten hergibt.

    Nun ist das, was der „Imam aus Bayern“ in den Worten des Interviewten geschrieben hat („die islamische Lösung in Deutschland heißt: gleiche Erbteile“), nicht, wie von ihm behauptet, eine Interpretation oder Interpretationsmöglichkeit — denn es wird mit diesen Worten nicht erklärt, auf welche islamische oder sonstige Rechtsgrundlage oder islamische Überlieferung sich die Aussage des Imams stützt; es wird nur eine unbegründete Aussage gemacht. Der Interviewer (Journalist) stellt allerdings auch nicht die Frage nach dem Warum, er hakt nicht nach.

    MR: Ich sprach einmal mit dem Vorsitzenden eines marokkanischen Moscheevereins, dem in Berlin als Erstes aufgefallen war, dass die Busse der Berliner Verkehrsbetriebe die Schwelle beim Halten senken, damit Leute, die schlecht zu Fuß sind, leichter einsteigen können. Er sagte: Sehen Sie, das ist Islam. […] das war das Verständnis des Imams vom Islam, ein Verständnis, das ganz viele teilen. Diese Menschen müssen wir unterstützen …

    Wenn das Islamverständnis des „Vorsitzenden eines marokkanischen Moscheevereins“ in diesen wenigen Worten zum Ausdruck kommt („Sehen Sie, das ist Islam.“), die sich auf helfen, großzügig sein, hilfreich sein beziehen, dann ist das einerseits zu begrüßen. Allerdings klammert er dabei sehr vieles aus, von dem man durchaus behaupten kann, dass es ebenfalls „Islam“ ist (siehe z.B. Kein Zwang im Glauben ? sowie Assoziationen oder Islam beleidigt).

    Ob es einer Religion bedarf, die in sich voller Widersprüche ist, deren „heiliges Buch“ ein Sammelsurium voller Widersprüche ist, um anderen Menschen zu helfen, großzügig zu sein, hilfreich zu sein …, oder ob es mit einer den meisten Menschen vertrauten und innewohnenden, natürlichen Empathie getan ist, die nicht durch eine Ideologie überprägt (oder deformiert) ist, sei dahingestellt.

    _____

    Weiterführende / ergänzende Textbeiträge:

    Im Gespräch: Wie verhindern wir Radikalisierung?
    Mouhanad Khorchide: Die Männerbilder des Korans
    Abdel-Hakim Ourghi: Keine Angst vor Kritik!
    Ufuk Özbe: Strengt euch an!
    [*] Textauszug aus „An die Hausordnung halten“ (Der Spiegel im Interview mit Mathias Rohe, Universität Erlangen-Nürnberg)

    Bildnachweis: Wikipedia (Blauer Pfau)

    interpretationsmoeglichkeiten-oder-augenwischerei

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    Zirkelschluss

    1 September 2016

    Ich möchte mit einer ganz kleinen und vielleicht ein wenig provokanten Geschichte beginnen:
    (Es muss nicht immer Gott sein)

    Ich schreibe ein Buch.

    In das Buch schreibe ich hinein, dass alles, was in dem Buch geschrieben steht, das Wort von Göttin ist.

    Heiliges-Buch_3d

    «Göttin höchstselbst hat ein Fabelwesen beauftragt, diese Worte an mich zu überbringen, auf dass ich sie aufschreibe.» [*]

    So behaupte ich es, und so schreibe ich es in das Buch hinein.

    Dies nehme ich dann als Beweis dafür, dass alles, was in dem Buch geschrieben steht, das Wort von Göttin ist.

    Und ich erkläre das Buch zu einem „heiligen“ Buch.

    Zu guter Letzt lasse ich mir von ein paar Leuten aus meinem Bekanntenkreis bestätigen, dass es sich bei allem, was in dem Buch geschrieben steht, um das Wort von Göttin handelt und dass es deshalb ein heiliges Buch ist.

    _____
    [*] Ähnlichkeiten mit manch anderem „heiligen“ Buch sind kein Zufall.

    * * *

    Die Logik hinter dieser Vorgehensweise entspringt einem Zirkelschluss. Dabei wird der Beweis für die Existenz von etwas (hier „Göttin“) in der Behauptung der Existenz dieses Etwas gesehen bzw. ihm zuerkannt — was in sich logisch und schlüssig erscheinen mag, von außerhalb des Etwas / von außerhalb der Behauptung betrachtet einer Überprüfung jedoch nicht unbedingt standhält.

    Siehe auch den Beitrag Nichtexistenz auf dieser Website.

    _____

    Anmerkung:

    Gemäß der chronologisch ersten Sure des Korans (# 96 Al-’Alaq – Der Blutklumpen, Vers 1) hat der Gott des Islams, Allah, alles erschaffen (Read! In the Name of your Lord Who has created (all that exists).)* — also auch den Koran. Und gemäß diesem Koran-Vers sogar sich selbst. Denn der Koran geht davon aus, dass Allah existiert, bezeichnet ihn gar als Allmächtig, Allwissend, Allweise, als Herrn der Welten, …

    Gemäß einer chronologisch recht späten Sure (# 2 Al-Baqarah – Die Kuh, Vers 2) gibt es daran keinen Zweifel (This is the Book (the Qur’ân), whereof there is no doubt, …).

    Mit anderen Worten, behauptet und bestätigt der Koran in sich selbst / mit Bezug auf sich selbst, dass der Koran von Allah stammt und dass es daran keinen Zweifel gibt. Ein Zirkelschluss.

    Beispiele:

    Zirkulare, nonkausale Logik (Ursache und Wirkung sind eins)
    1.: Im Koran steht geschrieben und ist nachzulesen, dass es Allah gibt (Herr der Welten, Allmächtig, …).
    –> Allah gibt es, weil dies im Koran geschrieben steht [1] und man es dort nachlesen kann (impliziert, dass es Allah andernfalls nicht gibt).
    2.: Man kann im Koran lesen, weil der Koran existiert.
    –> Der Koran existiert, weil man im Koran lesen kann (impliziert, dass es den Koran andernfalls nicht gibt).

    Lineare, kausale Logik (Ursache und Wirkung sind verschieden)
    1.: Man kann im Koran lesen, weil der Koran existiert.
    –> Der Koran existiert, weil er verfasst wurde.
    2.: Im Koran steht geschrieben und ist nachzulesen, dass es Allah gibt (Herr der Welten, Allmächtig, …).
    –> Die Existenz von Allah ist nicht beweisbar, weil etwas, das keine Wechselwirkungen zeigt, von etwas, das nicht existiert, nicht unterschieden werden kann.

    Zirkelschluss-Skizze

    In seinem Bild Wasserfall aus dem Jahr 1961 hat der niederländische Grafiker M. C. Escher den Zirkelschluss auf anschauliche Weise dargestellt.

    Anmerkung:
    In Gesprächen mit sehr religiösen Menschen habe ich mehrfach erlebt, dass diese nicht verstehen, warum ein Zirkelschluss unlogisch ist.

    ___
    * King Fahd Complex for the printing of the holy Qur’an
    [1] Einer solchen oder ähnlichen „Argumentation“ kann man hier und da begegnen.

    Zirkelschluss

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    Abrahamitisch ?

    25 Juli 2016

    Wir Menschen neigen dazu, für uns bzw. für den Sozialverband (Familie, Clan, Volk, Staat), in dem wir leben, zum Zweck des Zusammenhalts der Gruppe, aber auch der Identitätsstiftung sowie der Selbstvergewisserung Gründungs- und Schöpfungsmythen zu ersinnen. Manche dieser Gründungs- oder Schöpfungsmythen ähneln sich über Kontinentgrenzen hinweg oder gleichen sich sogar in einigen Details (siehe z.B. den Schöpfungsmythos der Maori in Neuseeland). Andere erzählen eine eher außergewöhnliche Geschichte.

    Wahrscheinlich in der Gegend des derzeitigen Iraq wurde vor weit über zweitausend Jahren eine symbolische Figur erdacht, die uns heute unter dem Namen Abraham bekannt ist. Hinweise oder Belege für seine tatsächliche Existenz gibt es keine; seine Aufgabe war es, einem Volk, das aus dieser Gegend stammte, als Gründungsfigur, als Urvater zu dienen, auf den sich noch nachfolgende Generationen würden berufen können.

    Um diesen Abraham herum wurde eine umfangreiche „biographische“ Geschichte gesponnen, mittels derer das damalige Sozial- und Machtgefüge einen stabilen konstituierenden Rahmen erhalten sollte.

    Insbesondere für die Macht-Frage wurde eine Begebenheit erdacht, die prägend für die damalige Gegenwart wie auch für die Zukunft werden sollte: Die „Bindung“ oder Opferung Isaaks, Abrahams zweitgeborenem Sohn aus dessen Ehe mit Sara (Sarai). Seinen erstgeborenen Sohn Ismael hatte er mit der jungen Sklavin Hagar gezeugt.

    In der Geschichte der Opferung Isaaks wird u.a. zum Ausdruck gebracht, dass dieser ein sehr großes Vertrauen in seinen Vater Abraham hat — also eine positive Grundhaltung. „Gott“ spielt in dieser Geschichte eine rationalisierende Rolle.

    In einer Religion, die lange Zeit später teils aus Bruchstücken, teils aus Versatzstücken der jüdischen Religion sowie aus Hinzudichtungen zusammengesetzt wurde, wird der Zweitgeborene Isaak in den Erstgeborenen Ismael umgedeutet (verfälscht), und aus dem Vertrauen, das Isaak seinem Vater Abraham entgegenbringt, wird eine masochistisch anmutende Unterwerfungsgeste Ismaels, wenn dieser laut Koran (Sure 37, Verse 99-109) sagt: „O mein Vater, tu, wie dir befohlen wird; du sollst mich – so Allah will – unter den Geduldigen finden.“ [37:102]

    Resümee:

    Sogenannte „göttliche“ Gesetze werden bisweilen von selbsternannten Gurus oder Scharlatanen aus egoistischen bzw. egozentrischen Motiven heraus erfunden und erlassen und können exclusiv gelten (vgl. Das Islam-Prinzip, Kapitel 6, Zitat nach Zülfü Livaneli am Kapitelende). Das unterscheidet sie von den Gesetzen der Verfassungsstaaten, die zwar, wie die „göttlichen“ Gesetze, ebenfalls von Menschen erdacht und erlassen werden. Dies geschieht jedoch nicht aus egoistischen Motiven, sondern aus Gründen der Rechtssicherheit für die Bürger eines Landes, inclusive Minderheiten, weshalb in Verfassungsstaaten die Grundsätze allgemeinen und gleichen Rechts gelten.

    Sowohl Bibel als auch Koran wurden von Menschen verfasst; nichts deutet darauf hin, dass irgendwelche Götter, Erzengel oder sonstige imaginäre Wesen daran beteiligt gewesen sind (es sei denn, man wollte z.B. im Koran, in Sure 2 Vers 2 den Beweis für den göttlichen Ursprung des Korans erkennen, also in einem Zirkelschluss), es gibt keine nachgewiesenen oder nachweisbaren Wechselwirkungen oder dergleichen, die sich nicht als bloße Gedankenspielereien oder Geschichtenerzählereien entlarven ließen (siehe u.a. den Beitrag Nichtexistenz).

    Die Bibel wird im Islam als „verfälscht“ bezeichnet.
    Eine Textsammlung (Bibel, Tanach) als „verfälscht“ zu bezeichnen, die etliche Jahrhunderte, teils weit über tausend Jahre vor dem angeblichen Original (Koran) entstanden ist (vgl. Islam in drei Sätzen), das wirkliche Original also als Fälschung hinzustellen und die Fälschung als Original, ist eine gewagte These; man kann auch von Chuzpe — Anmaßung — sprechen (vgl. Der kleine Erpressungsversuch *), oder von Kaltschnäuzigkeit.

    Islam ist, im Gegensatz zu Judentum und Christentum, m.E. keine abrahamitische Religion, da im Islam u.a. dieser Grundgedanke des Abrahamitischen — (siehe die Gegenüberstellung Isaak und Ismael; vgl. aber auch z.B. die praktische Ausführung des Beschneidungsrituals [siehe » Angst, Punkt 5]: im Judentum bei Säuglingen ohne Erinnerungsvermögen, im Islam bei Kindern, die dies mit Bewusstsein und als Demütigung erleben) — zum Zwecke der Etablierung und Verhärtung oder Verkrustung innerfamiliärer und gesellschaftlicher männlicher Macht, und der „Vorbild“funktion demonstrativer Unterwerfung – ähnlich einem masochistischen Verhalten – soweit verändert worden ist, dass ich darin eine Pervertierung sehe.

    _____

    Weiterführende Texte:
    Tanach (Wikipedia)
    Abraham (Wikipedia)
    Opferung Isaaks (Wikipedia)
    Opferung Isaaks, Rezeption im Islam (Wikipedia)
    Necla Kelek: Die verlorenen Söhne
    Islaminstitut: Warum Muslime die Bibel für verfälscht halten

    Bildnachweis:
    Rembrandt: „Der Engel verhindert die Opferung Isaaks“ (Wikipedia)

    Abrahamitisch

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    Nichtexistenz

    8 Juli 2016

    Hier und da ist man mit einer Methode der Argumentation konfrontiert, bei der man zunächst keine passende Antwort findet: ich nenne sie Entrationalisierung. Es wird ein Argument vorgetragen, zu dem einem einfach nichts einfallen will, weil dem Argument etwas zu fehlen scheint: Logik bzw. Nachvollziehbarkeit. Das (eigene) Denken ist blockiert.

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    Die Aufforderung zum Beweis der Nichtexistenz — von was auch immer — kann einen in eine solche Lage bringen.

    Das Nichtexistente

    Das Nichtexistierende

    Die Existenz von etwas zu beweisen, erscheint uns ein leichtes Unterfangen zu sein: Dieses Etwas kann man sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen, oder mittels Messinstrumenten erfassen. Das ist allerdings nicht bei allem der Fall: Schwarze Löcher zum Beispiel können wir mittels unserer Sinnesorgane so einfach nicht nachweisen — dies gelingt jedoch indirekt.

    Der Äther galt Wissenschaftlern eine geraume Zeit lang als ein geheimnisvoller Stoff, der das Weltall ausfüllt und in dem sich z.B. Lichtwellen ausbreiten und deren Träger er sein sollte. Ein Nachweis des Äthers ist nie gelungen; heute wissen wir, dass es ihn nicht gibt.

    Wegen des angenommenen Alters des Universums sowie aufgrund der Ausbreitungsgeschwindigkeit elektromagnetischer Wellen (Licht) im Vakuum können wir von der Erde aus einen Bereich des Universums überblicken, der einen Radius von 13,798 Milliarden Lichtjahren hat; wegen des Rundumblicks befinden wir uns selbstverständlich immer genau im Mittelpunkt dieser gedachten Kugel.
    Was jenseits dieser Sphäre ist, wissen wir nicht, da wir von dort keine Signale bekommen.

    Universum -- sichtbare Teile und Mittelpunkt

    Universum — von der Erde aus sichtbarer Teil und Mittelpunkt

    Alles, was existiert und dessen Existenz wir nachweisen können, verbindet eine Gemeinsamkeit: Der Einfachheit halber nenne ich es Interaktion, Wechselwirkung oder auch nur Wirkung.
    Alles, was existiert, interagiert auf irgendeine Weise mit seiner näheren oder weiteren Umgebung; aufgrund dieser Interaktionen können wir es nachweisen — es existiert für uns.

    Etwas, das zwar existiert, aber mit seiner Umgebung nicht interagiert oder dessen Interaktionen wir nicht beobachten oder nachweisen können, können wir von etwas, das nicht existiert, nicht unterscheiden — es existiert für uns nicht.

    Etwas, das nicht existiert, interagiert ohnehin nicht.

    Götterbilder -- Götzenbilder

    Götterbilder — Götzenbilder

    Göttinnen und Göttern wird nachgesagt, dass sie mit uns Menschen auf mancherlei Weise interagieren. Diese Interaktionen sind jedoch nur Gedanken oder Empfindungen in unseren Gehirnen, Muster elektrischer und chemischer Aktivitäten. Göttinnen und Götter spielen dabei eine vergleichbare Rolle wie seinerzeit der Äther bei der Ausbreitung des Lichts (siehe oben). Da nützt es auch nichts, dass wir uns ein Bild von „Gott“ machen, und sei es nur ein gedankliches …

    Das Bild von etwas ist nicht identisch mit diesem Etwas.

    MagrittePipe-c

    _____

    Bildnachweis oben:
    Die Erschaffung Adams — Ausschnitt aus dem Deckenfresko des Malers Michelangelo Buonarroti in der Sixtinischen Kapelle, Rom. Wikipedia

    Bildnachweis unten:
    Dies ist keine Pfeife (Ceci n’est pas une pipe), René Magritte (1898–1967). Wikipedia

    Nichtexistenz

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    Ausformulierung

    26 November 2015

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    Ähnlichkeiten mit anderen Religionen oder Ideologien
    sind kein Zufall

    IP-Button_30x30
    Islam ist die Ausformulierung der Grundlagen für ein totalitäres System bis in kleinste Details.
    Das Ergebnis zeigt sich überall dort, wo islamische Gesetze gelten / wo Islam Staatsreligion ist.

    Diese islamischen Gesetze zielen nicht auf das Gewähren sowie die Gewährleistung individueller Rechte und Freiheiten, nicht auf das Einräumen von — auch geistigen — Freiräumen, sondern auf das Vorgeben und Vorschreiben von zur Norm erhobenen Denk- und Verhaltensweisen und Pflichten, auf die möglichst weitgehende Einengung und Begrenzung von persönlichen Freiräumen.
    Daran scheitert die islamische Welt seit vielen Jahrhunderten.

    Die Frustration über das Unvermögen, sich von dieser totalitären Ideologie zu befreien — was für Muslime schwierig ist, weil auf Apostasie im Islam die Todesstrafe steht (die manchmal als „Ehrenmord“ daherkommt und vollstreckt wird, also einem Racheakt [wegen „unislamischer Lebensweise“] gleichkommt) — kann ich nachvollziehen, ihre Folgen in Fällen von Gewalttaten aber weder gutheißen noch für gerechtfertigt erachten.

    Eine eindeutige Aussage und ein Bekenntnis dazu, dass die weltlichen, von Menschen für Menschen gemachten Gesetze[*] der Staaten Europas und anderer Länder über jedem „göttlichen“ Gesetz, über dem Koran oder über sonstigen „heiligen“ Büchern sowie über den Worten des / der Propheten stehen, vermisse ich von mancher Seite.

    Alles Distanzieren von Gewalt und Terror hinterlässt bei mir den Eindruck bloßer Lippenbekenntnisse. Denn womit ich nichts zu tun habe, worin ich in keiner Weise involviert war oder bin, was nicht meiner Weltanschauung entspricht und mit dieser nicht in Verbindung oder in Einklang gebracht werden kann, davon brauche ich mich nicht zu distanzieren.

    Stattdessen kann man sich dafür einsetzen, dass am Islam genauso wie an jeder anderen Religion und Ideologie alles kritisiert und hinterfragt werden darf — ALLES.

    Allahu asghar ? Allahu 'akbar

    Allahu asghar ? Allahu ´akbar


    Kritisieren und hinterfragen allerdings ohne in Hass zu verfallen oder sich in einen solchen hineinzusteigern, der die Wahrnehmung und das Urteilsvermögen beeinträchtigen und infolge dessen man leicht zu Fehlschlüssen und Fehlurteilen gelangen kann.

    Hinterfragen und kritisieren muss nicht bedeuten, alles vollständig infrage zu stellen im Sinne von ‚für überholt zu erklären‘ oder ‚abschaffen zu wollen‘. Es steht aber für eine sachlich-inhaltliche Auseinandersetzung und für ein Vergleichen — an deren Ende man sehen wird, was die Menschen überzeugt ohne dass sie eingeschüchtert oder zu einer bestimmten Haltung erpresst werden, und was standhält.

    Dort, wo ein Hinterfragen und Kritisieren tabu ist, möchte man etwas verbergen …
    Das kann Misstrauen hervorrufen oder als ein Zeichen von Unduldsamkeit (Intoleranz) und Schwäche gedeutet werden.

    Der freiheitliche, demokratische Rechtsstaat hingegen bezieht seine Stärke u.a. daraus, dass er dulden kann, wozu jede Diktatur zu schwach ist — Kontroversen. Aber auch aus dem sich selbst tragenden allgemeinen und gleichen Recht, das sich nicht auf das Unrecht einer Minderheit, aber auch nicht auf das mögliche nicht-allgemeine und nicht-gleiche oder auf ein die Minderheitenrechte missachtendes Recht (= Unrecht) der Mehrheit stützt.

    Die europäischen Werte, das sind vermutlich nicht nur für mich, sondern für die absolute Mehrheit der Menschen in Europa die Werte des in der Renaissance aufgekommenen Humanismus und die der Europäischen Aufklärung sowie die daraus entstandenen Rechtsgrundsätze, die ihren Niederschlag u.a. im Grundrechtskatalog des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland (GG) gefunden haben.

    Diese brauchen wir Europäer nach wie vor — auch wenn sie für uns inzwischen so selbstverständlich geworden zu sein scheinen, dass sich manch einer ihrer im Alltag kaum mehr bewusst ist, sie nicht täglich abgleicht mit dem, was in manchen anderen Ländern und Kulturkreisen an der Tagesordnung ist.

    «Das Recht schützt die Religionsfreiheit,
    die Religion muss das sie schützende Recht achten.»

    Dieser Satz gilt für andere Rechte und Freiheiten in gleichem Maße.

    _____

    [*] Welche Rechte und Freiheiten gewährt und gewährleistet Islam – oder auch andere Religionen -, und welche Rechte und Freiheiten gewährt und gewährleistet im Vergleich dazu unsere Verfassung, das Grundgesetz ?
    Inwieweit sehen Islam, aber auch andere Religionen, eine Gewaltenteilung vor, wie wir sie im modernen Verfassungsstaat kennen und mittels derer die Macht einzelner Personen und Institutionen eingeschränkt und deren möglicher Willkür Grenzen gesetzt werden ?

    » Ergänzend [1]:
    Deutschland muss religiöse Zumutungen ertragen.
    Das gilt auch für Kränkungsfetischisten.

    Von Horst Dreier (Staatsrechtler) in der SZ vom 27. November 2015

    P.S.: Der Untertitel des Gastbeitrags von Horst Dreier in der SZ wurde gegenüber der Erstversion inzwischen abgeändert in „Zur Demokratie gehören Presse-, Meinungs- und Kunstfreiheit – inklusive Religionskritik. Das sollte so bleiben.

    » Ergänzend [2]:
    Terrorismus hat sehr wohl mit Religion zu tun
    Von Alexander Grau im Cicero am 12. Dezember 2015

    […] Was in Europa und insbesondere hierzulande unter Religion verstanden wird, das ist Religion nach der Aufklärung, das ist die von außen gezähmte und zivilisierte Religion der Moderne, gebändigt und rationalisiert durch naturwissenschaftliche, historische und psychologische Religionskritik. Es ist eine Religion, die um ihre Relativität weiß, eine Religion, die verstanden hat (oder haben sollte), dass ihre zentralen Begriffe und Rituale Symbole sind, mit deren Hilfe Menschen Sinn konstruieren. […]

    Ausformulierung_296

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    Herausforderung

    8 Januar 2015

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    _____

    Intro

    Zwei Aspekte von „Herausforderung“

    1.:
    Eine Religion oder sonstige Ideologie, die ihre Macht daraus schöpft, Menschen so zu prägen, dass sie sich mit einem übermächtigen „Vorbild“ völlig oder weitgehend identifizieren, dass sie also keine oder nur eine schwache eigenständige Persönlichkeit entwickeln, Menschen mithin so zu formen, dass sie den Herausforderungen durch Kritik, insbesondere Kritik am übermächtigen „Vorbild“, kaum oder gar nicht gewachsen sind, diese gar als existenzielle Bedrohung empfinden — eine solche Religion / Ideologie ist keine gute Grundlage für ein die Würde der Menschen achtendes Gemeinwesen.

    Kaaba-stone+CaF

    Siehe Mohammed in Bildern sowie Image Problem

    ~ ~ ~

    2.:
    Das Bekenntnis zum freiheitlichen, demokratischen Rechtsstaat beinhaltet immer auch das Bekenntnis zu dem Recht, Karikaturen zeichnen und veröffentlichen zu dürfen.

    Dieses Recht in Abrede stellen zu wollen darf als Herausforderung (Provokation) empfunden werden.

    .

    P.S.:
    Eine Religion kann man nicht beleidigen, und der Islam-Begründer ist schon lange tot; den kann man also ebenfalls nicht beleidigen.

    Eine Religion / Ideologie, die Angst und Schrecken verbreitet, verdient keinen Respekt, sondern Verachtung.

    Betrachte die Gegebenheiten in Gesellschaften, in denen islamische Gesetze gelten, Länder, in denen Islam Staatsreligion ist — wofür man Menschen, die aus diesem ideologischen Gefängnis nicht auszubrechen vermögen, nicht in Sippenhaftung nehmen kann und darf; (siehe oben).

    Aufrichtigkeit im Umgang auch mit den unangenehmen Aspekten des Islams (des Islams !) ist womöglich hilfreicher als ein ums andere Mal die These vom friedlichen und toleranten Islam herunterzubeten oder zu behaupten, dass «der Islam jede Gewalt anprangert».

    Die unangenehmen Aspekte des Islams gilt es zu überwinden. Dies kann am ehesten gelingen, wenn man sie klar benennt und beschreibt statt sie totzuschweigen oder zu leugnen.

    Mir geht es dabei nicht um Kulturkampf. Sehr wohl aber um das, was uns als Ergebnis der Europäischen Aufklärung erhaltenswert sein sollte.
    Das wurde von den Menschen einst gegen die Macht „der Religionen“ bzw. ihrer Stellvertreter errungen.

    Gesellschaften und Staaten mögen ihre Werte und Gesetze hochhalten, das ist legitim.
    Anderen diese Gesetze und Werte aufzwingen zu wollen, und sei es mittels Terror, ist es nicht.

    Die Grenzen des Rechts auf freie Meinungsäußerung mit Waffengewalt zu ziehen ist in freiheitlichen, demokratischen Rechtsstaaten keine allgemein anerkannte Methode.

    °:°

    Herausforderung_011

    Eckhardt Kiwitt
    Pfalzgrafstr. 5
    D-85356 FREISING
    QS72@gmx.net

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    Der Grund

    27 August 2014

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    _____

    Start-Zitate_01

    * * *

    Jeder soll glauben, wozu er lustig ist.

    ~ ~

    Sobald Menschen anfangen,
    ihre außerhalb rationaler Erkenntnis befindlichen Glaubenssätze
    absolut zu setzen und auch noch mit Strafnormen zu versehen,
    wird es gefährlich.

    _________________________//_________________________

    Ungeklärtes Verhältnis zur Gewalt ?

    2 August 2014

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    _____

    Bisweilen wird gesagt, der Islam habe ein „ungeklärtes Verhältnis zur Gewalt“.

    Nun ist es allerdings so, dass in sehr vielen Koranversen zu Gewalttätigkeiten aufgerufen wird – und zwar nicht narrativ (erzählend), sondern imperativ (unmissverständlich fordernd) -, und dass sowohl die grundlegende Schrift aller Islame, der Koran, wie auch islamische Gesetze – auch in der Tradition des Islam-Begründers Mohammed – diese Gewalt legitimieren.

    Gewalt und Gewalttätigkeiten sind manifestierende und bestimmende, integrale Bestandteile des Islams.

    Damit ist das Verhältnis des Islams zur Gewalt geklärt:
    Islam ohne Gewalt wäre – ganz bildlich – wie ein Luftballon ohne Luft.

    luftballon_leer_rgb

    Allenfalls stellt sich die Frage, ob es gerechtfertigt sein kann, jene Koranverse und islamischen Gesetze, in denen zu Gewalttätigkeitenluftballon_voll_rgb aufgerufen bzw. Gewalttätigkeit gefordert oder Gewalt legitimiert wird, heutzutage für unislamisch zu erklären.

    °:°

    Ungeklärtes-Verhältnis-zur-Gewalt_b01

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    Liebe zum …

    30 Juli 2014

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    _____

    Die Liebe, die so mancher Gläubige für seinen „Propheten“ oder für seinen Gott empfindet, gleicht der Liebe, die ein Kind für einen gewalttätigen, psychopathischen Vater empfindet.

    Begleitet ist sie von Furcht und Angst, von Hilflosigkeit und Ohnmacht.

    °:°

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