Über Aufrichtigkeit und Selbstreflexion: Ohne Blabla

Immer mal wieder …

— Kostenfrei —

Das Wort, um das es in diesem Beitrag geht, und das konkrete Thema sind lediglich beispielhaft für eine Methode, der man in der Politik ab und an begegnen kann.

Während Wahlkämpfen stoße ich immer mal wieder auf Slogans, in denen Parteien bzw. deren Kandidaten auf öffentlich aufgestellten Plakaten damit für sich werben, uns Bürgern etwas „kostenfrei“ geben oder zur Verfügung stellen zu wollen — z.B. Kindergärten / Kindergartenplätze für unsere Jüngsten. Das finde ich generös.

Da ich derartige Slogans in den vergangenen zehn und mehr Jahren bei mehreren Parteien — von rechts bis links — gesehen habe, spielen Ort und Zeit der Aufnahme des Beitragsbildes sowie die in diesem Fall plakatierende Partei keine Rolle; die Farben des abgebildeten Plakatausschnitts habe ich mittels Bildbearbeitungssoftware stark verändert, den Text habe ich unverändert gelassen.

Mehrmals habe ich Kandidaten verschiedener Parteien auf eben einen solchen Slogan angesprochen und gefragt, ob denn die Räumlichkeiten für Kindergärten ebenfalls „kostenfrei“ seien und ob die Mitarbeiter dort — meist wohl Frauen — ebenfalls „kostenfrei“ arbeiteten. « NEIN », wurde mir dann bedeutet, das wäre selbstverständlich nicht der Fall. Ob denn das Angebot steuerfinanziert wäre und wir Bürger — alle Steuerzahler, auch diejenigen, deren Kinder in den Kindergärten betreut werden — somit die „kostenfreien“ Kindergartenplätze finanzieren würden, womit ich (ledig, kinderlos) kein Problem habe, wollte ich daraufhin jeweils wissen.

Das Wort „steuerfinanziert“ kam so manchen Politikern dann in ihren Antworten nur sehr schwer über die Lippen — wenn überhaupt.
Ich bin der Meinung, dass man — nicht nur in Wahlkampfzeiten — den Bürgern getrost mit Aufrichtigkeit begegnen und ihnen einfache Sachverhalte in allgemeinverständlichen Worten darlegen kann und darf.

Das Geld für z.B. Kindergartenplätze kommt schließlich nicht von der Bank, und „der Staat“ bzw. staatliche Verwaltungen / Regierungen haben mangels eigener Möglichkeiten, etwas zu erwirtschaften, kein eigenes Geld, sondern ihnen steht das zur Verfügung, was sie über Steuereinnahmen von den Bürgern — von uns Bürgern — zur Finanzierung und Aufrechterhaltung öffentlicher und den Bürgern — uns Bürgern — zugutekommender Aufgaben erhalten. Umverteilung eben, wie es sie in der Natur überall gibt, da Lebewesen — auch wir Menschen — weder Materie noch Energie (aus dem Nichts) erzeugen können.

Aufrichtigkeit, so meine Vermutung, ist jedoch etwas, womit man in der Politik möglicherweise weniger erfolgreich ist als mit Augenwischerei.

Weil es viele Bürger so wollen ?


Eckhardt Kiwitt
Pfalzgrafstr. 5
D-85356 FREISING
QS72@gmx.net


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