Gibt es überhaupt einen Islam ?

Allah* — invers
Ob es „den Islam“ gibt, oder eine größere Anzahl Islame, deren Menge sowie jeweilige Eigenschaften und Unterscheidungsmerkmale sich bestimmen ließen, ist umstritten.

Nach der Widerlegung der These, dass es „den Islam“ nicht geben würde (siehe den Beitrag «Den Islam» gibt es nicht ?), könnte man die Frage stellen, ob es überhaupt irgendeinen Islam gibt.

Die Wikipedia schreibt zum Begriff Islam u.a.:

Das arabische Wort Islām (islām / إسلام) ist ein Verbalsubstantiv zu dem arabischen Verb aslama („sich ergeben, sich hingeben“). Es bedeutet wörtlich das „Sich-Ergeben“ (in den Willen Gottes), „Sich-Unterwerfen“ (unter Gott), „Sich-Hingeben“ (an Gott), oft einfach mit Ergebung, Hingabe und Unterwerfung wiedergegeben. [7]

Zitat aus dem Wikipedia-Beitrag zum Begriff „Islam“

Wie im Beitrag Nichtexistenz auf dieser Website dargelegt, können wir bei Göttern und Göttinnen keine Wechselwirkungen beobachten oder sonstwie feststellen [weshalb wir sie von etwas, das nicht existiert, nicht unterscheiden können], und es deuten auch sonst keine Indizien darauf hin, dass Götter und Göttinnen etwas anderes sind als bloße Gedanken und Ideen in den Köpfen von Menschen, Hirngespinste, deren dingliche Existenz sich nicht nachweisen lässt, für deren dingliche Existenz nichts spricht.

  • Wenn nun aber Götter und Göttinnen — inclusive dem islamischen Gott Allah — gar nicht existieren, dann haben sie, entgegen dem, was das arabische Wort „Islam“ („Sich-Ergeben“ (in den Willen Gottes), „Sich-Unterwerfen“ (unter Gott)) impliziert, auch keinen Willen.
  • Wenn sie keinen Willen haben (weil es die Götter und Göttinnen nicht gibt), dann kann man sich ihrem Willen auch nicht unterwerfen.
  • Wenn man sich dem Willen von Göttern und Göttinnen nicht unterwerfen kann weil es die Götter und Göttinnen nicht gibt, dann gibt es keine Unterwerfung unter den Willen Allahs — und somit keinen Islam («„Sich-Unterwerfen“ (unter Gott)»; siehe das Zitat aus der Wikipedia oben).

Es gibt aber selbstverständlich despotische Systeme, in denen Menschen unterdrückt und unterworfen werden oder denen sich Menschen (auf der Suche nach dem Seelenheil, nach „der Wahrheit“ oder nach was auch immer?) freiwillig unterwerfen, rechtsreaktionäre totalitäre Ideologien, die zur Rechtfertigung von Unterdrückung und Unterwerfung — von Diktatur [*] — herangezogen werden.

„Islam“ — bzw. jene Ideologie und jenes despotische System, der bzw. dem das Etikett „Islam“ angeheftet wurde, in dem es aber z.B. nichtmal die vielbeschworene Religionsfreiheit gibt — ist eines davon.

Shahada — invers

_____

[7]

Vgl. Louis Gardet: Art. „Islām“ in The Encyclopaedia of Islam. New Edition. Bd. 4, S. 171. Islam und Salam („Friede“) beruhen auf derselben bedeutungstragenden Wurzel s-l-m. Daraus wird volksetymologisch mitunter ein Bezug der Begriffe abgeleitet mit der kausativen Bedeutung „Frieden schaffen“ oder „Frieden stiften“ für den Begriff Islam. Eine solche Bedeutung ist weder im Koran selbst noch in der heute uneingeschränkt gültigen klassischen Koranexegese nachweisbar.

[*] Diktatur kann man nicht „reformieren“. Man kann sie nur überwinden.

Anmerkung: „Allah“ (al-Lah) ist das arabische Wort für „der Gott“.


Eckhardt Kiwitt
Pfalzgrafstr. 5
D-85356 FREISING
QS72@gmx.net

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