Untrennbar: Islamisch — Islamistisch

Was islamisch ist und was „islamistisch“,
darüber gehen die Meinungen weit auseinander.

Zieht man die Grenze zwischen der mekkanischen und der medinesischen Phase der Koran-Entstehung? Vergleichbares — also eine Frühphase der Entstehung sowie eine Spätphase — gibt es auch bei einem anderen „heiligen“ Buch, ohne dass zwischen der Grundform der Religion und einem wie auch immer ausgeprägten „-ismus“ unterschieden würde. Eher werden die beiden Teile dieses „heiligen“ Buches zwei Religionen zugeordnet, ohne allerdings immer eine strikte Trennung vorzunehmen.

Setzt man die Trennlinie zwischen jenen Koranversen einerseits, die Richtlinien und Empfehlungen für die persönliche Lebensführung geben, und jenen andererseits, die in die Rechte und Freiheiten der Menschen eingreifen?

Oder möchte man zwischen den (symbolischen) Strafandrohungen im Koran, die sich entweder aufs Jenseits beziehen oder rein psychologischer Art sind, und den Anweisungen zu konkreten Strafmaßnahmen im Diesseits unterscheiden? Ein Strafgesetzbuch gibt es auch in freiheitlichen demokratischen Rechtsstaaten, ohne dass deren Staatsform mit einem „ismus“-Suffix versehen würde.

Zwar bestehen zwischen der mekkanischen Frühphase der Islam-Entstehung und der medinesischen Spätphase Unterschiede, die man mit den Attributen „islamisch“ und „islamistisch“ versehen könnte. Doch ziehen sich die Unterschiede zwischen „islamisch“ und „islamistisch“ oft quer durch einzelne Suren des Korans – sowohl durch mekkanische als auch durch medinesische Suren – und bisweilen auch durch einzelne Verse wie z.B. Sure 18 Vers 29.

Beispielhaft, jedoch kein Ausrutscher:
Sure 18 Vers 29

Innerhalb dieser pendelt es zwischen „islamisch“ und „islamistisch“ hin und her, so dass eine Grenzziehung imaginiert erscheint. Als beispielhaft dafür darf die Sure 5 (Der Tisch / Al-Ma’ida) gelten.

Der Wikipedia-Beitrag zum Islamismus liefert einige Begriffserklärungen und Erläuterungen, jedoch ohne abschließende Definition.

Ca. die Hälfte der Textmenge des Korans kann als „islamistisch“ eingestuft werden, beinahe die Hälfte der Zeitspanne der 23 Jahre währenden Prophetenkarriere des Islam-Erfinders war „islamistisch“, und so manche der islamischen Gesetze, die heutzutage in einigen islamischen Ländern noch immer gelten, sind „islamistisch“.

„Islamismus“ ist ein integraler Bestandteil des Islams, lässt sich von diesem nicht trennen, ohne die Substanz des Korans bzw. des Islams in erheblichem Umfang zu zerstören.

N.B.:
So, wie es bei anderen Religionen und Ideologien zulässig und üblich ist, deren unangenehmen Aspekte zu diskutieren und zu kritisieren — auch Gruppenintern als Eigenkritik — genau so sollte dies auch im Islam zulässig und üblich sein.

Siehe auch Religionsfreiheitsphobie:

Das Konstrukt der „Islamophobie“ dient einzig dazu, den Islam an sich gegen Kritik zu immunisieren.

aus Der gestohlene Rassismus von Heiko Heinisch, 5. Januar 2017

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Das Eingangsbild dieses Beitrags zeigt Ausschnitte aus den # 6, 20 und 25.5 aus der Sammlung Mohammed in Bildern.

Eckhardt Kiwitt
Pfalzgrafstr. 5
D-85356 FREISING
QS72@gmx.net

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