Schattenseiten

In einem Kommentar schreibt Tomas Avenarius am 26. August 2017 in der Süddeutschen Zeitung über die Schattenseiten des Glaubens u.a.:

[…] Der Glaube, welcher auch immer, gibt Menschen Wertvorstellungen an die Hand. Er vermittelt Halt und Geborgenheit, wenn das Leben einen Menschen zu stark schüttelt. Eine allzu sichtbare Präsenz des Religiösen hat in modernen Gesellschaften aber Schattenseiten. Das betrifft keinen wie den Autor Kermani — die Frage lautet, wie die Masse der Muslime in Deutschland sich integriert. Wenn Muslime ihre Identität über eine — in ihren Augen beispielhafte — , zur Schau getragene Religiosität absichern wollen, grenzen sie sich von anderen ab und sich selbst aus.

Auf den ersten Satz des Zitats — „Der Glaube, welcher auch immer, gibt Menschen Wertvorstellungen an die Hand.“ — möchten wir antworten:

Das tut unsere Verfassung, das GG, auch.
Allerdings ohne Menschen auszugrenzen, zu bevormunden, einzuschüchtern oder zu diffamieren — oder sie gar mit dem Tod zu bedrohen.

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Zur Vertiefung empfehlen wir allen Gläubigen und „Ungäubigen“ einen Blick mindestens in die ersten 19 Artikel unseres GG (Grundrechtskatalog) sowie die Lektüre der Rede von Carlo Schmid vor dem Parlamentarischen Rat am 8. September 1948: «Was heißt eigentlich: Grundgesetz ?» (vollständiger Text als PDF).

~ ~ ~

Den Beitrag habe ich, geringfügig gekürzt, von der Website von PI-München übernommen.
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Auf das, was Tomas Avenarius im letzten Satz des obigen Zitats sagt — das Zurschaustellen der eigenen Religion sowie die Selbstausgrenzung –, bin ich bereits im Beitrag «Missverstandene Religionsfreiheit» vom 11. Juli 2017 eingegangen.

Eckhardt Kiwitt
Pfalzgrafstr. 5
D-85356 FREISING
QS72@gmx.net

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